Was ist die Sauerstoff-Mehrschritt-Anwendung?

Die Sauerstoff-Mehrschritt-Anwendung geht auf Arbeiten des Physikers und Forschers Prof. Manfred von Ardenne zurück.

Das historische Konzept verbindet mehrere Anwendungsschritte, zu denen insbesondere die Sauerstoffzufuhr und eine körperliche Aktivierung gehören. Je nach historischer bzw. heutiger Anwendungsvariante können weitere Elemente hinzukommen.

Wichtig ist die Unterscheidung zwischen dem historischen Konzept, heutigen praktischen Anwendungsformen und der wissenschaftlichen Bewertung einzelner gesundheitlicher Wirkversprechen.

Die Methode ist wissenschaftlich und gesundheitspolitisch untersucht worden. Daraus folgt jedoch nicht automatisch ein Nachweis für einen klinischen Nutzen der gesamten Anwendung bei jeder Person oder für jede mögliche Zielsetzung.

Diese Seite stellt die Methode deshalb bewusst sachlich und kritisch dar.

Der entscheidende Unterschied zur reinen Sauerstoffzufuhr: Bei der SMT wird Sauerstoff mit körperlicher Aktivierung und weiteren Bestandteilen innerhalb eines strukturierten Mehrschritt Anwendungskonzepts kombiniert.

Ziel ist es, die physiologischen Voraussetzungen für eine gute Sauerstoffversorgung und Mikrozirkulation zu unterstützen.

Das Mehrschritt-Prinzip einfach erklärt

Symbolbild Vorbereitungsphase der Sauerstoff-Mehrschritt-Anwendung

1. Schritt (Vorbereitung)

Einfache Routinen wie ausreichende Flüssigkeitszufuhr begleiten die Anwendung.

Symbolbild tägliche Sauerstoff-Anwendung

2. Schritt (Anwendung)

Über 18 Tage erfolgt täglich eine etwa 30-60 minütige Anwendung mit Sauerstoff über die Atemwege.

Symbolbild körperliche Aktivierung nach der Sauerstoffanwendung

3. Schritt (Aktivierung)

Leichte körperliche Aktivierung während oder im Anschluss an die Sauerstoffzufuhr.

Warum heißt es „Mehrschritt-Anwendung“?

Der Name beschreibt den Aufbau des Konzepts: Mehrere aufeinander abgestimmte Schritte werden miteinander verbunden.

Dabei geht es nicht nur um die Frage, wie viel Sauerstoff eingeatmet wird, sondern um das Zusammenspiel von Sauerstoffzufuhr, körperlicher Aktivierung und begleitenden Maßnahmen.

Das ursprüngliche 18-Tage-Konzept

Das ursprüngliche Anwendungskonzept nach Prof. Manfred von Ardenne wurde über 18 Tage strukturiert durchgeführt.

Dabei ist wichtig: Heute existieren unterschiedliche SMT-Anwendungsvarianten. 

Dazu gehört auch die ionisierte Variante, die eine vereinfachte Durchführung ermöglicht und deshalb für Heimanwendungen eine besondere praktische Bedeutung hat.

Was dabei im Körper passiert, lässt sich nur verstehen, wenn man den Weg des Sauerstoffs kennt – von der Einatmung über das Blut bis zu den Zellen.

Was passiert bei der Sauerstoff-Mehrschritt-Anwendung im Körper?

Sauerstoff gelangt mit jedem Atemzug in die Lunge. Von dort wird er über das Blut zu den Geweben transportiert und schließlich in den Zellen für die Energiegewinnung genutzt.

Die Sauerstoff-Mehrschritt-Anwendung setzt an diesem natürlichen Weg an. Sie verbindet die Sauerstoffzufuhr mit körperlicher Aktivierung und weiteren begleitenden Maßnahmen.

Der Weg des Sauerstoffes Sauerstoff-Mehrschritt-Anwendung nach Prof. Manfred von Ardenne

Der Weg des Sauerstoffs

1. Lunge – Sauerstoff aufnehmen

Der eingeatmete Sauerstoff gelangt bis in die Lungenbläschen. Dort tritt er ins Blut über.

2. Blut – Sauerstoff transportieren

Der größte Teil des Sauerstoffs wird an Hämoglobin in den roten Blutkörperchen gebunden. Das Herz transportiert das sauerstoffreiche Blut anschließend durch den Körper.

3. Gewebe – Sauerstoff bereitstellen

In den kleinsten Blutgefäßen wird Sauerstoff aus dem Blut an das umliegende Gewebe abgegeben. Dabei spielt das Sauerstoffpartialdruckgefälle eine wichtige Rolle.

4. Zellen – Sauerstoff nutzen

In den Mitochondrien der Zellen wird Sauerstoff für die aerobe Energiegewinnung benötigt. Dabei entsteht ATP, das die Zellen für zahlreiche energieabhängige Prozesse benötigen.

Warum körperliche Aktivierung dazugehört

Bei Bewegung steigt der Energiebedarf der Muskulatur. Herzfrequenz, Herzzeitvolumen und Atmung passen sich an, und die Durchblutung der arbeitenden Muskulatur nimmt zu.

Im ursprünglichen Konzept der SMT wird diese körperliche Aktivierung mit der Sauerstoffzufuhr verbunden.

Wichtig: Die physiologische Wirkung von Bewegung ist wissenschaftlich gut untersucht. Daraus lässt sich jedoch nicht automatisch ein klinischer Nutzen der gesamten SMT ableiten.

Sauerstoffsättigung ist nicht dasselbe wie Sauerstoffversorgung

Vielleicht kennen Sie den Wert von einem Pulsoximeter am Finger: SpO₂.

Er zeigt, wie stark die roten Blutkörperchen (Hämoglobin) mit Sauerstoff beladen ist.

Damit ist aber noch nicht der gesamte Weg des Sauerstoffs beschrieben.

Für die Versorgung der Gewebe spielen unter anderem auch

  • die Sauerstoffaufnahme der Lunge,
  • die Hämoglobinkonzentration,
  • die Herz-Kreislauf-Funktion,
  • die Durchblutung der Gewebe
  • und die Fähigkeit der Zellen, Sauerstoff zu nutzen, eine Rolle.

Ein einzelner Messwert erzählt deshalb nicht die ganze Geschichte.

Das Wichtigste auf einen Blick

Sauerstoffversorgung ist ein Weg – kein einzelner Messwert.

Entscheidend ist das Zusammenspiel von Aufnahme, Transport, Durchblutung, Übertritt ins Gewebe und Nutzung in den Zellen.

Wissenschaftliche Einordnung

Die hier beschriebenen Vorgänge gehören zur allgemeinen menschlichen Physiologie und sind wissenschaftlich gut untersucht.

Die Tatsache, dass einzelne Bestandteile der SMT auf physiologisch nachvollziehbaren Vorgängen beruhen, ist jedoch kein Beweis für einen klinischen Nutzen der gesamten Methode.

Dieser muss anhand der verfügbaren klinischen Evidenz beurteilt werden.

Doch was davon ist tatsächlich wissenschaftlich belegt – und was gehört zum historischen Konzept von Prof. von Ardenne?

Wissenschaftliche Einordnung

Was sagt die Wissenschaft über die Sauerstoff-Mehrschritt-Anwendung?

Bei der wissenschaftlichen Bewertung der SMT ist eine Unterscheidung entscheidend:

Die physiologischen Grundlagen sind nicht dasselbe wie der Nachweis eines klinischen Nutzens der gesamten Methode.

Sauerstofftransport, Atmung, Durchblutung, körperliche Aktivität und Zellstoffwechsel sind wissenschaftlich gut untersuchte Bereiche der Humanphysiologie.

Die Frage, ob die Sauerstoff-Mehrschritt-Anwendung als Gesamtkonzept bei bestimmten Beschwerden oder Erkrankungen einen patientenrelevanten Nutzen hat, muss dagegen anhand klinischer Studien und der gesamten verfügbaren Evidenz beurteilt werden.

Wissenschaftlich einordnen Sauerstoff-Mehrschritt-Anwendung nach Prof. Manfred von Ardenne

Drei Ebenen, die man unterscheiden muss

1. Physiologie – Was passiert im Körper?

Der Transport und die Nutzung von Sauerstoff sind grundlegende physiologische Prozesse. Dazu liegen umfangreiche wissenschaftliche Erkenntnisse vor.

2. Konzept – Warum werden die Bestandteile kombiniert?

Prof. Manfred von Ardenne entwickelte die SMT aus Überlegungen zum Zusammenspiel von Sauerstoffversorgung, körperlicher Aktivierung und weiteren Maßnahmen.

Diese historischen Überlegungen erklären den Aufbau der Methode. Sie sind jedoch noch kein Wirksamkeitsnachweis.

3. Klinische Evidenz – Welchen Nutzen hat die gesamte Methode?

Hier zählt, was kontrollierte klinische Untersuchungen tatsächlich zeigen.

Dabei spielen unter anderem Studiendesign, Vergleichsgruppe, Teilnehmerzahl, Endpunkte, statistische Aussagekraft und Reproduzierbarkeit eine Rolle.

Was ist heute gut belegt – und was nicht?

Gut untersucht sind die biologischen Grundlagen, auf denen die SMT aufbaut – beispielsweise der Sauerstofftransport im Blut, die Sauerstoffabgabe an Gewebe und die physiologischen Reaktionen auf körperliche Aktivität.

Weniger eindeutig ist die Frage nach dem Nutzen der gesamten SMT. 

Die wissenschaftliche Aussagekraft hängt vom jeweiligen Anwendungsgebiet und von der Qualität der dazu verfügbaren Studien ab.

Deshalb wäre es wissenschaftlich nicht korrekt, aus einem plausiblen biologischen Mechanismus automatisch auf eine gesundheitliche Wirkung der gesamten Methode zu schließen.

Was sagt die Methodenbewertung des G-BA?

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat die Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie nach von Ardenne im Rahmen eines Methodenbewertungsverfahrens geprüft.

Der G-BA bestätigte am 6. Februar 2001 den früheren Beschluss, die Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie nicht für die vertragsärztliche Versorgung anzuerkennen.  

Die zugrunde liegende Bewertung bezog sich auf die damals vorliegende wissenschaftliche Evidenz und die Anforderungen des damaligen Methodenbewertungsverfahrens. Der G-BA-Abschlussbericht kam zu dem Ergebnis, dass für die geprüften Indikationen keine belastbaren Nachweise für Nutzen und medizinische Notwendigkeit in der vertragsärztlichen Versorgung vorlagen.  

Wichtig: Dieser historische Beschluss ist ein Bestandteil der wissenschaftlichen Einordnung. Er ersetzt nicht die Prüfung später veröffentlichter Forschung. Gleichzeitig darf er auch nicht so dargestellt werden, als sei damit jede physiologische Grundlage der Methode widerlegt.

Warum wir zwischen „plausibel“ und „belegt“ unterscheiden

Ein biologischer Mechanismus kann nachvollziehbar sein.

Das bedeutet aber noch nicht automatisch, dass eine daraus entwickelte Anwendung bei Menschen einen relevanten gesundheitlichen Nutzen erzielt.

Genau deshalb betrachten wir auf dieser Website getrennt:

Physiologie → Wirkmechanismus → klinische Studien → Gesamtevidenz

So wird sichtbar, was wir wissen, was wir vermuten und wo noch offene Fragen bestehen.

Wissenschaftlich sauber bedeutet nicht, für oder gegen eine Methode zu argumentieren.

Es bedeutet, jede Aussage dort einzuordnen, wo die verfügbare Evidenz sie trägt.

Unser Anspruch an die Quellen

Für die wissenschaftliche Einordnung werden unterschiedliche Quellenebenen getrennt betrachtet:

Originalpublikationen
zeigen, wie Prof. von Ardenne das Konzept ursprünglich beschrieb.

Wissenschaftliche Fachliteratur
zeigt, welche Erkenntnisse zu einzelnen physiologischen oder klinischen Fragestellungen vorliegen.

Medizinische Leitlinien
geben Orientierung zum etablierten medizinischen Vorgehen.

Institutionelle Bewertungen
wie die des G-BA zeigen, wie medizinische Methoden im Rahmen definierter Bewertungsverfahren beurteilt wurden.

Keine dieser Quellenebenen sollte isoliert betrachtet werden.

Was bedeutet das nun konkret für Sie?

Und woran können Sie erkennen, welche Aussage zur SMT wissenschaftlich belastbar ist?

Woher stammen die Informationen – und wie werden sie bewertet?

Wissenschaftliche Informationen sind nur so belastbar wie die Quellen, auf denen sie beruhen.

Deshalb unterscheiden wir auf dieser Website zwischen historischen Originalquellen, aktueller Fachliteratur, klinischen Studien, medizinischen Leitlinien und unabhängigen institutionellen Bewertungen.

Dabei gilt:

Eine Quelle kann historisch wichtig sein, ohne einen klinischen Wirksamkeitsnachweis zu liefern.

Wissenschaft braucht Quellen Sauerstoff-Mehrschritt-Anwendung nach Prof. Manfred von Ardenne

Fünf Quellenebenen für eine klare Einordnung

1. Originalpublikationen von Prof. Manfred von Ardenne

Sie zeigen, wie das ursprüngliche Konzept entwickelt und wissenschaftlich begründet wurde.

Sie sind besonders wichtig, wenn es um die Entstehung und historische Entwicklung der SMT geht.

2. Wissenschaftliche Fachliteratur

Sie hilft dabei, physiologische Zusammenhänge wie Sauerstofftransport, Sauerstoffpartialdruck, Durchblutung und Zellstoffwechsel einzuordnen.

3. Klinische Studien

Sie untersuchen, ob eine Anwendung unter definierten Bedingungen tatsächlich einen messbaren gesundheitlichen oder patientenrelevanten Effekt zeigt.

Dabei ist nicht jede Studie gleich aussagekräftig. Studiendesign, Kontrollgruppe, Teilnehmerzahl, Endpunkte und methodische Qualität müssen berücksichtigt werden.

4. Medizinische Leitlinien

Leitlinien fassen den wissenschaftlichen Kenntnisstand zu konkreten medizinischen Fragestellungen zusammen und geben Orientierung für die Versorgung.

5. Institutionelle Bewertungen

Unabhängige Institutionen können medizinische Methoden nach festgelegten Kriterien bewerten.

Ein wichtiges Beispiel für die SMT ist die Methodenbewertung des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA). Der G-BA bestätigte am 06.02.2001 die Nichtanerkennung der Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie nach von Ardenne für die vertragsärztliche Versorgung; das Verfahren wurde später mit Abschluss der Methodenbewertung dokumentiert.  

Was bedeutet „Originalquelle“?

Eine Originalquelle beantwortet vor allem eine historische Frage:

Was wurde damals beschrieben, untersucht oder behauptet?

Sie beantwortet nicht automatisch die heutige Frage:

Ist die Methode nach heutigen wissenschaftlichen Maßstäben wirksam?

Deshalb werden die historischen Arbeiten von Prof. von Ardenne auf dieser Website dokumentiert, aber von der heutigen Bewertung der klinischen Evidenz getrennt.

Warum eine einzelne Studie nicht genügt

Eine einzelne Untersuchung kann interessante Ergebnisse liefern.

Für eine belastbare wissenschaftliche Einordnung reicht sie allein jedoch meist nicht aus.

Entscheidend ist das Gesamtbild der verfügbaren Evidenz:

Einzelstudie → weitere Studien → systematische Übersichten → Leitlinien und institutionelle Bewertungen

Dabei können neue Untersuchungen frühere Ergebnisse bestätigen, relativieren oder auch infrage stellen.

Was der G-BA zur SMT festgestellt hat

Die historische Methodenbewertung ist für die Einordnung der SMT wichtig.

Der damalige Ausschuss wertete die verfügbare Literatur und die vorgelegten Unterlagen indikationsbezogen aus. In der Zusammenfassung des Abschlussberichts heißt es, dass sich für die überprüften Indikationen keine belastbaren Nachweise für Nutzen und medizinische Notwendigkeit in der vertragsärztlichen Versorgung ergaben.  

Der G-BA-Beschluss von 2001 ist deshalb ein wichtiger Bestandteil der Quellenlage.

Er sollte aber zeitlich korrekt eingeordnet werden: Er bewertet die damals vorliegende Evidenz im Rahmen des damaligen Methodenbewertungsverfahrens. Er ist nicht gleichbedeutend mit einer Bewertung jeder später erschienenen Veröffentlichung. 

Was wir aus den Quellen ableiten – und was nicht

Wir unterscheiden bewusst zwischen:

✓ wissenschaftlich gut untersuchten physiologischen Grundlagen

✓ historischen Aussagen und Konzepten

✓ Ergebnissen klinischer Untersuchungen

✓ Bewertungen unabhängiger Institutionen

✓ offenen wissenschaftlichen Fragen

Daraus entsteht keine künstliche „Pro- oder Contra“-Bewertung.

Stattdessen können Sie nachvollziehen:

Was ist bekannt?
 Was ist historisch beschrieben? 
Was ist untersucht?
 Was ist noch offen?

Verstehen statt Quellen sammeln.

Quellen sind nicht nur eine Liste am Seitenende. Entscheidend ist, welche Aussage eine Quelle tatsächlich trägt.

Die wichtigsten Quellen auf einen Blick

Historische Originalwerke

  • Prof. Dr. Manfred von Ardenne: Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie – Physiologische und technische Grundlagen
  • Prof. Dr. Manfred von Ardenne: Wo hilft Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie?
  • weitere Originalpublikationen und historische Fachliteratur

Institutionelle Bewertung

  • Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA): Methodenbewertung der Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie nach von Ardenne.  

Aktuelle wissenschaftliche Literatur

Für physiologische Grundlagen und allgemeine Fragen der Sauerstofftherapie werden aktuelle wissenschaftliche Datenbanken und Fachliteratur berücksichtigt. Dabei ist wichtig, dass Sauerstofftherapie nicht mit SMT gleichgesetzt werden darf: Studien zu anderen Sauerstoffverfahren beantworten nicht automatisch die Frage nach der Wirksamkeit der SMT.

Jetzt kennen Sie die Methode, ihren physiologischen Hintergrund und die Grundlagen ihrer wissenschaftlichen Einordnung.

Ich unterscheide bewusst zwischen wissenschaftlich belegten Grundlagen, historischen Konzepten, veröffentlichten Untersuchungen und meinen eigenen praktischen Erfahrungen.

Als Nächstes schauen wir genauer hin:
Welche Fragen sind noch offen – und wo liegen die Grenzen der bisherigen Evidenz?

Was ist über die SMT noch nicht eindeutig geklärt?

Wissenschaftliche Einordnung bedeutet auch, Grenzen sichtbar zu machen.

Bei der Sauerstoff-Mehrschritt-Anwendung sind die physiologischen Grundlagen einzelner Bestandteile gut untersucht. Daraus lässt sich jedoch nicht automatisch ableiten, welchen zusätzlichen Nutzen das gesamte SMT-Konzept bei unterschiedlichen Menschen und Fragestellungen hat.

Die Aussagekraft der verfügbaren Forschung hängt deshalb immer davon ab, welche Frage untersucht wurde und wie gut die jeweilige Studie durchgeführt wurde.

Wissenschaft hat Grenzen Sauerstoff-Mehrschritt-Anwendung nach Prof. Manfred von Ardenne

Was wissen wir – und wo bleiben Fragen offen?

Gut untersucht sind unter anderem:

✓ Aufnahme und Transport von Sauerstoff
✓ Sauerstoffabgabe an das Gewebe
✓ physiologische Reaktionen auf körperliche Aktivität
✓ Grundlagen des Zellstoffwechsels und der aeroben Energiegewinnung

Weniger eindeutig ist dagegen:

? Welchen zusätzlichen Nutzen die Kombination dieser Bestandteile als gesamte SMT hat

? Bei welchen Personengruppen ein möglicher Nutzen besonders relevant sein könnte

? Welche Anwendungsdauer und Häufigkeit für unterschiedliche Fragestellungen sinnvoll sind

? Welche Effekte sich in hochwertigen, kontrollierten Studien zuverlässig reproduzieren lassen

Warum die einzelnen Bestandteile nicht einfach addiert werden können

Hier liegt ein wichtiger Punkt, der häufig übersehen wird:

Wenn Sauerstoffzufuhr und Bewegung jeweils physiologische Wirkungen haben, bedeutet das nicht automatisch, dass ihre Kombination dieselbe oder eine zusätzliche klinische Wirkung erzeugt.

Das Zusammenspiel muss als eigene Intervention untersucht werden.

Genau deshalb unterscheiden wir auf dieser Website zwischen:

Bestandteil → physiologischer Effekt → Kombination → klinischer Nutzen

Erst die letzte Ebene beantwortet die Frage, welchen patientenrelevanten Nutzen die gesamte SMT tatsächlich hat.

Was würde einen stärkeren wissenschaftlichen Nachweis ermöglichen?

Für eine belastbarere Beurteilung wären insbesondere Studien hilfreich, die

  • die SMT klar und reproduzierbar definieren,
  • geeignete Vergleichsgruppen verwenden,
  • ausreichend große Teilnehmergruppen einschließen,
  • vorher festgelegte patientenrelevante Endpunkte untersuchen,
  • relevante Begleitfaktoren berücksichtigen,
  • und Ergebnisse unabhängig reproduzieren lassen.

Dabei ist nicht nur entscheidend, ob sich ein Messwert verändert.

Entscheidend ist auch:

Verändert sich dadurch etwas, das für den Menschen tatsächlich relevant ist?

Neue Forschung kann die Einordnung verändern

Wissenschaft ist kein einmal festgeschriebenes Urteil.

Neue methodisch hochwertige Studien können bestehende Erkenntnisse bestätigen, differenzieren oder widerlegen.

Deshalb sollte auch die Sauerstoff-Mehrschritt-Anwendung nicht allein anhand historischer Veröffentlichungen beurteilt werden. Entscheidend ist die jeweils aktuelle Gesamtevidenz.

Offene Fragen sind kein wissenschaftliches Versagen.

Sie zeigen, wo Wissen bereits belastbar ist – und wo weitere Forschung notwendig ist.

Was bedeutet das für Sie?

Wenn Sie sich für die SMT interessieren, ist deshalb eine einfache Frage besonders wichtig:

Welche konkrete Aussage über die SMT soll eigentlich beantwortet werden?

Geht es um die physiologischen Grundlagen?

Um eine bestimmte gesundheitliche Fragestellung?

Um die praktische Anwendung zuhause?

Oder um die Frage, ob ein bestimmter Nutzen wissenschaftlich nachgewiesen ist?

Je genauer die Frage, desto sinnvoller lässt sich die vorhandene Evidenz beurteilen.

Damit Sie nicht nur unsere Zusammenfassung lesen müssen, zeigen wir Ihnen als Nächstes die historischen Originalquellen und weiterführende wissenschaftliche Literatur.

Woher stammt die Sauerstoff-Mehrschritt-Anwendung?

Die Sauerstoff-Mehrschritt-Anwendung (SMT) ist eng mit den Forschungsarbeiten von Prof. Dr. Manfred von Ardenne (1907–1997) verbunden.

In seinen späteren Forschungsjahren beschäftigte er sich unter anderem mit dem Sauerstofftransport, der Sauerstoffversorgung des Gewebes, der Mikrozirkulation und dem Zellstoffwechsel.

Aus diesen Forschungsarbeiten entwickelte sich ein strukturiertes Anwendungskonzept, das Sauerstoffzufuhr, körperliche Aktivierung und weitere begleitende Maßnahmen miteinander verband.

Wer die SMT verstehen möchte, sollte dabei zwei Fragen getrennt betrachten:

Wie ist die Methode historisch entstanden?
und
Wie wird sie heute wissenschaftlich bewertet?

Wie die Geschichte der SMT begann

Hinter der Entwicklung der SMT steht auch eine persönliche Geschichte.

Alexander von Ardenne, der Sohn von Prof. Manfred von Ardenne, berichtet über eine schwere gesundheitliche Krise seines Vaters Ende der 1960er-Jahre.

Nach seiner Darstellung begann Prof. von Ardenne sich anschließend intensiv mit den physiologischen Grundlagen der Sauerstoffversorgung, des Sauerstofftransports und des Zellstoffwechsels auseinanderzusetzen.

Diese persönliche Erfahrung wird als Ausgangspunkt für die anschließende wissenschaftliche Beschäftigung mit dem Thema beschrieben.

Sie hilft dabei, den historischen Hintergrund der Forschungsarbeiten zu verstehen.

Sie ist jedoch kein wissenschaftlicher Nachweis für die Wirksamkeit der SMT.

Die Geschichte im Video

Das folgende Video gibt einen persönlichen und historischen Einblick in die Entwicklung der Sauerstoff-Mehrschritt-Anwendung und die Arbeiten von Prof. Manfred von Ardenne.

Historischer Einblick in die SMT

SMT nach Prof. Manfred von Ardenne

⁠Video auf Vimeo ansehen

Quellenhinweis: Das Video ist als historische bzw. persönliche Darstellung einzuordnen. Die dort beschriebenen Erfahrungen und Aussagen werden auf dieser Website nicht als klinischer Wirksamkeitsnachweis verwendet. 

Was die Geschichte erklärt – und was sie nicht beweist

Eine persönliche Erfahrung kann der Ausgangspunkt wissenschaftlicher Forschung sein.

Sie kann erklären, warum ein Forscher eine bestimmte Fragestellung untersucht und wie sich daraus ein Forschungsschwerpunkt entwickelt.

Sie ersetzt jedoch keine kontrollierte klinische Untersuchung.

Deshalb unterscheiden wir auf dieser Website konsequent zwischen:

persönlicher Erfahrung → historische Entwicklung → wissenschaftliche Untersuchung → heutige Evidenz

So bleibt die Geschichte interessant, ohne dass aus einer persönlichen Erfahrung ungewollt ein Wirksamkeitsversprechen entsteht.

Die Originalwerke von Prof. Manfred von Ardenne

Wer die ursprünglichen Überlegungen nachvollziehen möchte, findet in den Veröffentlichungen von Prof. von Ardenne wichtige historische Quellen.

Dazu gehören unter anderem:

  • Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie – Physiologische und technische Grundlagen
  • Wo hilft Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie?
  • Gesundheit durch Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie

Diese Werke zeigen, wie Prof. von Ardenne sein Konzept beschrieb und wissenschaftlich begründete.

Warum Originalquellen wichtig sind

Eine Originalquelle beantwortet zunächst eine historische Frage:

Was wurde damals beschrieben, untersucht und angenommen?

Die heutige wissenschaftliche Bewertung stellt eine andere Frage:

Was lässt sich nach dem aktuellen Stand der Forschung tatsächlich belegen?

Deshalb sind Originalpublikationen für das Verständnis der Entstehung der SMT wichtig, aber nicht automatisch ein Nachweis ihrer heutigen klinischen Wirksamkeit.

Geschichte verstehen. Quellen prüfen. Einordnung selbst nachvollziehen.

Auf der ausführlichen Seite „Grundlagen & Quellen“ finden Sie die historischen Originalwerke sowie weiterführende wissenschaftliche Literatur und institutionelle Bewertungen.

Dort können Sie tiefer einsteigen und die Quellen selbst nachvollziehen.

Verstehen statt glauben bedeutet auch:

den Ursprung einer Methode kennen und ihre Quellen selbst nachvollziehen können.

Die Geschichte erklärt, woher die SMT kommt. Aber was unterscheidet sie eigentlich von anderen Sauerstoffverfahren?

Was unterscheidet die Sauerstoff-Mehrschritt-Anwendung von anderen Sauerstoffverfahren?

Sauerstoff wird in unterschiedlichen medizinischen und gesundheitlichen Verfahren eingesetzt.

Diese Verfahren verfolgen jedoch unterschiedliche Ziele, arbeiten mit unterschiedlichen physiologischen Konzepten und unterscheiden sich deutlich in ihrer Durchführung und wissenschaftlichen Evidenz.

Die Sauerstoff-Mehrschritt-Anwendung (SMT) nach Prof. von Ardenne ist ein eigenständiges Anwendungskonzept.

Ihr charakteristisches Merkmal ist die Verbindung von Sauerstoffzufuhr, körperlicher Aktivierung und weiteren begleitenden Maßnahmen innerhalb eines strukturierten Ablaufs.

Sauerstoffanwendungen / Verfahren Sauerstoff-Mehrschritt-Anwendung nach Prof. Manfred von Ardenne

Nicht jedes Sauerstoffverfahren verfolgt dasselbe Ziel

Langzeit-Sauerstofftherapie (LTOT)

Die LTOT ist eine ärztlich verordnete Behandlung für Menschen mit bestimmten Formen einer chronischen Hypoxämie. Sauerstoff wird über längere Zeiträume zugeführt, um eine dauerhaft unzureichende Sauerstoffversorgung des Blutes zu behandeln.

Hyperbare Sauerstofftherapie (HBOT)

Bei der HBOT wird Sauerstoff unter erhöhtem Umgebungsdruck in einer Druckkammer eingeatmet. Sie wird bei bestimmten medizinischen Indikationen eingesetzt.

Intervall-Hypoxie-Hyperoxie-Therapie (IHHT)

Bei der IHHT wechseln sich Phasen mit sauerstoffarmer und sauerstoffreicher Atemluft ab. Das Verfahren wird unter anderem in Trainings-, Rehabilitations- und Präventionskonzepten eingesetzt.

Hämatogene Oxidationstherapie (HOT)

Bei der HOT wird Blut außerhalb des Körpers mit Sauerstoff behandelt und anschließend wieder zugeführt. Je nach Verfahren können weitere Behandlungsschritte Bestandteil des Konzepts sein.

Verfahren mit medizinischem Ozon

Hier wird medizinisches Ozon nach unterschiedlichen Verfahren und für unterschiedliche medizinische oder komplementärmedizinische Anwendungen eingesetzt.

SMT nach Prof. von Ardenne

Das ursprüngliche Konzept zielte darauf ab, durch das Zusammenspiel dieser Bestandteile die Sauerstoffversorgung und damit verbundene physiologische Prozesse wie die Mikrozirkulation zu beeinflussen.

Der entscheidende Unterschied liegt im Gesamtkonzept.

Die Verfahren unterscheiden sich nicht einfach darin, „wie viel Sauerstoff“ eingesetzt wird.

Entscheidend sind unter anderem:

  • welche Form der Sauerstoffzufuhr verwendet wird,
  • unter welchen Bedingungen sie erfolgt,
  • ob und wie körperliche Aktivierung integriert wird,
  • welche weiteren Bestandteile dazugehören,
  • welches Ziel verfolgt wird,
  • und welche wissenschaftliche Evidenz für die jeweilige Anwendung vorliegt.

Deshalb ist ein einfacher Vergleich nach dem Muster „Welches Verfahren ist besser?“ wissenschaftlich nicht sinnvoll.

Die entscheidende Frage lautet vielmehr:

Für welche konkrete Fragestellung wurde welches Verfahren untersucht – und wie belastbar sind die dafür vorliegenden Daten?

Die SMT ist keine Alternative zur medizinischen Sauerstofftherapie

Ein wichtiger Unterschied betrifft die Zielsetzung.

Die ärztlich verordnete Langzeit-Sauerstofftherapie dient der Behandlung einer chronischen Hypoxämie und hat eine klar definierte medizinische Indikation.

Die SMT verfolgt dagegen ein anderes Anwendungskonzept.

Daher sollte die SMT nicht als Ersatz für eine medizinisch notwendige Sauerstofftherapie oder eine andere etablierte Behandlung verstanden werden.

Vergleich auf einen Blick

Verfahren Grundprinzip Typische Durchführung

LTOT längerfristige Sauerstoffzufuhr. ärztlich verordnet, häufig zuhause

HBOT Sauerstoff unter erhöhtem Umgebungsdruck ambulant in Druckkammer

IHHT Wechsel von Hypoxie und Hyperoxie. überwacht, meist ambulant

HOT Behandlung von Blut mit Sauerstoff. außerhalb des Körpers, anschließend Rückgabe

Ozonverfahren Einsatz von medizinischem Ozon je nach Verfahren unterschiedlich

SMT Sauerstoffzufuhr + Aktivierung + begleitende Maßnahmen strukturiert, Praxis oder Heimanwendung

Hinweis: Die Tabelle dient der grundlegenden Orientierung. Sie ersetzt keine medizinische Bewertung und stellt die Verfahren nicht hinsichtlich ihrer Wirksamkeit gegenüber.

Warum wir keine Rangliste erstellen

Ein Verfahren kann für eine bestimmte medizinische Fragestellung gut untersucht sein, während ein anderes Verfahren für eine andere Fragestellung entwickelt wurde.

Deshalb wäre eine Aussage wie

„SMT ist besser als Verfahren X“

wissenschaftlich nicht gerechtfertigt, solange keine geeigneten direkten Vergleichsstudien für dieselbe Fragestellung vorliegen.

Wir vergleichen deshalb die Konzepte – nicht pauschal deren Wirksamkeit.

Sauerstoff ist nicht gleich Sauerstoffverfahren.

Entscheidend sind Zielsetzung, Durchführung, physiologisches Konzept und wissenschaftliche Evidenz.

Jetzt ist klar, was die SMT von anderen Sauerstoffverfahren unterscheidet. Aber wie sieht eine Anwendung konkret aus – und welche Varianten gibt es?

Wie funktioniert eine begleitete SMT-Heimanwendung?

Die Sauerstoff-Mehrschritt-Anwendung (SMT) lässt sich mit geeigneter Ausstattung auch zuhause in den Alltag integrieren.

Dabei geht es nicht nur um das Gerät.

Entscheidend ist, dass Sie wissen, wie die Anwendung durchgeführt wird, welche Variante für den jeweiligen Ablauf vorgesehen ist und worauf bei der praktischen Umsetzung zu achten ist.

Deshalb steht bei einer begleiteten Heimanwendung die persönliche Einführung und Begleitung im Mittelpunkt.

Heimanwendung Sauerstoff-Mehrschritt-Anwendung nach Prof. Manfred von Ardenne

Was Sie vor Beginn wissen

Vor der ersten Anwendung werden die wichtigsten Fragen gemeinsam geklärt:

✓ Welche SMT-Variante wird angewendet?
✓ Wie läuft eine einzelne Anwendung ab?
✓ Wie wird das Sauerstoffgerät richtig eingesetzt?
✓ Wie wird die körperliche Aktivierung integriert?
✓ Wie lässt sich die Anwendung sinnvoll in den Tagesablauf einbauen?
✓ Was ist bei persönlichen gesundheitlichen Besonderheiten zu beachten?

So wissen Sie bereits vor dem Start, was Sie erwartet und wie Sie die Anwendung praktisch durchführen.

Die Anwendung wird in den Alltag integriert

Eine Heimanwendung muss nicht den gesamten Tagesablauf bestimmen.

Sie kann so organisiert werden, dass sie sich möglichst einfach in bestehende Routinen einfügt.

Das kann beispielsweise bedeuten:

Anwendung → ruhige Zeit zuhause → leichte Aktivierung → zurück in den Alltag

Die konkrete Gestaltung richtet sich dabei nach dem jeweiligen SMT-Anwendungskonzept.

Persönliche Begleitung statt allein mit dem Gerät

Ein Sauerstoffgerät zu besitzen bedeutet noch nicht automatisch, die dahinterstehende Anwendung richtig zu verstehen.

Bei der persönlichen Begleitung geht es deshalb um mehr als die technische Einweisung.

Sie erhalten verständliche Informationen zum Ablauf, können Fragen stellen und haben einen persönlichen Ansprechpartner, wenn während der Anwendung praktische Fragen entstehen.

Sie müssen sich die Anwendung nicht aus verstreuten Informationen selbst zusammensetzen.

Für wen kann eine Heimanwendung interessant sein?

Eine Heimanwendung kann besonders interessant sein für Menschen, die

  • eine strukturierte Anwendung bevorzugen,
  • die Durchführung flexibel in ihren Alltag integrieren möchten,
  • persönliche Begleitung wünschen,
  • und sich vor einer Entscheidung zunächst verständlich informieren möchten.

Ob eine SMT für die persönliche Situation geeignet ist, lässt sich nicht allein anhand allgemeiner Informationen beurteilen.

Bei bestehenden Erkrankungen oder medizinischen Fragestellungen sollte die Anwendung mit dem behandelnden Arzt abgestimmt werden.

Was Sie konkret erhalten

Bei einer begleiteten Heimanwendung stehen im Mittelpunkt:

Verständliche Einführung
Sie wissen, was Sie tun und warum die einzelnen Schritte zum Anwendungskonzept gehören.

Geeignete Ausstattung
Das benötigte Sauerstoffgerät wird entsprechend der vorgesehenen Anwendung bereitgestellt.

Persönliche Begleitung
Fragen können direkt mit einem persönlichen Ansprechpartner geklärt werden.

Alltagstaugliche Umsetzung
Die Anwendung wird so erklärt, dass sie sich möglichst einfach in den persönlichen Tagesablauf integrieren lässt.

Was eine Heimanwendung nicht ersetzt

Die SMT-Heimanwendung ersetzt keine medizinische Diagnostik, ärztliche Behandlung oder notwendige Therapie.

Sie ist auch kein Ersatz für Bewegung, ausgewogene Ernährung, ausreichend Schlaf oder andere grundlegende Faktoren eines gesundheitsfördernden Lebensstils.

Die persönliche Begleitung dient deshalb vor allem dazu, die Anwendung verständlich und verantwortungsvoll umzusetzen.

Einfach anwenden beginnt mit verständlichem Wissen.

Sie sollen nicht nur ein Gerät erhalten, sondern verstehen, wie die Anwendung funktioniert und wie sie sich in Ihren Alltag integrieren lässt.

Sie möchten wissen, wie eine Heimanwendung konkret abläuft?

Im nächsten Schritt geht es um die praktischen Fragen:

Welche Varianten gibt es? Wie lange dauert eine Anwendung? Welche Ausstattung wird benötigt? Und mit welchen Kosten ist zu rechnen?

Was kostet eine begleitete SMT-Heimanwendung – und wer übernimmt die Kosten?

Bevor man sich für eine Heimanwendung entscheidet, möchte man verständlicherweise wissen:

Was kostet sie? Und gibt es eine Möglichkeit der Kostenerstattung?

Die Antwort hängt davon ab, welche Anwendung gewählt wird, welche Ausstattung benötigt wird und bei welchem Kostenträger Sie versichert sind.

Kosten Heimanwendung Sauerstoff-Mehrschritt-Anwendung nach Prof. Manfred von Ardenne

Was kostet die Heimanwendung?

Die Kosten einer begleiteten Heimanwendung hängen insbesondere ab von

  • der gewählten SMT-Variante,
  • der Dauer der Anwendung,
  • dem eingesetzten Sauerstoffgerät,
  • und dem Umfang der persönlichen Begleitung

Bei Schwabe-Medizin-Technik beginnen begleitete Heimanwendungen derzeit ab 40 € pro Tag.

Der konkrete Preis wird vor Beginn transparent besprochen.

Wichtig: 

Der Preis ist kein medizinischer Nutzenbeleg. Er beschreibt ausschließlich den wirtschaftlichen Aufwand für die angebotene Heimanwendung.

Übernimmt die gesetzliche Krankenkasse die Kosten?

Die Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie nach von Ardenne ist aktuell in Anlage II der Richtlinie Methoden vertragsärztliche Versorgung des G-BA aufgeführt. Dort werden Methoden genannt, die nicht als vertragsärztliche Leistungen zulasten der gesetzlichen Krankenkassen erbracht werden dürfen.  

Daraus folgt für die reguläre vertragsärztliche Versorgung:

Eine allgemeine Kostenübernahme der SMT durch die gesetzliche Krankenversicherung besteht nicht.

Der G-BA hatte die Methode bereits 2001 nach erneuter Prüfung nicht für die vertragsärztliche Versorgung anerkannt.  

Das bedeutet jedoch nicht automatisch, dass jede denkbare individuelle Kostenbeteiligung ausgeschlossen ist. Bei besonderen Satzungsleistungen oder individuellen Vereinbarungen können andere Regelungen gelten.

Deshalb lohnt sich eine konkrete Anfrage bei der eigenen Krankenkasse.

Was ist bei einer privaten Krankenversicherung?

Bei einer privaten Krankenversicherung entscheidet grundsätzlich der jeweilige Versicherungsvertrag und Tarif.

Eine Erstattung kann deshalb nicht pauschal zugesagt werden.

Wenn Sie eine Kostenübernahme prüfen möchten, empfiehlt sich:

1. Kostenvoranschlag anfordern
2. Leistungsumfang des eigenen Tarifs prüfen
3. Vor Beginn schriftlich bei der Versicherung anfragen
4. Antwort der Versicherung abwarten

So vermeiden Sie, dass nach Beginn der Anwendung eine unerwartete Kostenfrage entsteht.

Kann ich die Kosten vorab mit der Krankenkasse klären?

Ja – und genau das ist sinnvoll.

Sie können der Krankenkasse beispielsweise folgende Frage stellen:

„Übernimmt meine Krankenkasse im Rahmen meines konkreten Tarifs oder einer freiwilligen Satzungsleistung Kosten für eine Sauerstoff-Mehrschritt-Anwendung nach Prof. von Ardenne bzw. für die damit verbundene Leistung?“

Wichtig ist, die konkrete Leistung zu benennen und sich eine mögliche Kostenübernahme möglichst schriftlich bestätigen zu lassen.

Was ist der Unterschied zwischen Kosten der Heimanwendung und ärztlichen Leistungen?

Diese beiden Bereiche sollten nicht miteinander vermischt werden.

Heimanwendung:
Kosten für Gerät, Anwendung und persönliche Begleitung richten sich nach dem jeweiligen Angebot.

Ärztliche Leistungen:
Wenn ein Arzt eine medizinische Untersuchung oder Behandlung durchführt, gelten dafür andere rechtliche und abrechnungstechnische Grundlagen.

Eine mögliche Abrechnung ärztlicher Leistungen nach der GOÄ bedeutet deshalb nicht automatisch, dass auch die Kosten einer privat organisierten Heimanwendung von der Versicherung übernommen werden.

Vorher klären statt hinterher überrascht sein.

Wenn eine Kostenbeteiligung wichtig ist, sollte die Anfrage an den Kostenträger vor Beginn der Anwendung gestellt und möglichst schriftlich bestätigt werden.

Sie möchten wissen, was Sie konkret bekommen?

Im nächsten Schritt zeigen wir transparent,

welche Ausstattung benötigt wird, welche Geräte eingesetzt werden und wie die persönliche Begleitung funktioniert.

Welches Gerät brauche ich für eine SMT-Heimanwendung?

Für eine Sauerstoff-Mehrschritt-Anwendung zuhause wird heute in der Regel ein Sauerstoffkonzentrator eingesetzt.

Er gewinnt Sauerstoff aus der Umgebungsluft und stellt ihn für die Anwendung bereit.

Im Gegensatz zu Sauerstoffflaschen muss der Sauerstoff dabei nicht bevorratet und regelmäßig ausgetauscht werden.

Entscheidend ist jedoch nicht allein das Gerät.

Das Gerät muss zur vorgesehenen Anwendung, zum Ablauf und zu den technischen Anforderungen des jeweiligen SMT-Konzepts passen.

Konzept SMT Heimanwendung Sauerstoff-Mehrschritt-Anwendung nach Prof. Manfred von Ardenne

Was macht ein Sauerstoffkonzentrator?

Ein Sauerstoffkonzentrator nimmt Umgebungsluft auf und trennt daraus Sauerstoff von anderen Bestandteilen der Luft.

Der bereitgestellte Sauerstoff wird anschließend über eine geeignete Anwendungseinrichtung, beispielsweise eine Nasenbrille, zugeführt.

Vereinfacht:

Raumluft → Konzentrator → Sauerstoffzufuhr → Einatmung

Damit unterscheidet sich ein Konzentrator grundsätzlich von einer Sauerstoffflasche:

Konzentrator: erzeugt den Sauerstoff während des Betriebs aus Umgebungsluft.
Sauerstoffflasche: enthält bereits komprimierten Sauerstoff.

Warum spielt die Geräteauswahl eine Rolle?

Nicht jeder Sauerstoffkonzentrator ist automatisch für jede Anwendung geeignet.

Relevant sind unter anderem:

✓ Sauerstoffkonzentration und Leistungsbereich
✓ eingestellter bzw. benötigter Flow
✓ Betriebsdauer und Belastbarkeit
✓ Bedienbarkeit
✓ Lautstärke
✓ Sicherheitseinrichtungen
✓ Wartung und technische Zuverlässigkeit
✓ Eignung für das konkrete SMT-Anwendungskonzept

Deshalb sollte die Auswahl nicht allein nach Preis oder Größe erfolgen.

Was bedeutet „ionisiert“ bei einer SMT-Heimanwendung?

Bei bestimmten SMT-Anwendungsvarianten wird der Sauerstoff zusätzlich ionisiert.

Das gehört zur jeweiligen technischen Ausgestaltung des Anwendungskonzepts und sollte deshalb nicht mit der eigentlichen Sauerstoffzufuhr gleichgesetzt werden.

Wichtig ist die Unterscheidung:

Sauerstoffzufuhr beschreibt, wie Sauerstoff eingeatmet wird.

Ionisation beschreibt eine zusätzliche technische Eigenschaft der Anwendung.

Ob und wie diese Funktion eingesetzt wird, hängt von der jeweiligen SMT-Variante und der verwendeten technischen Ausstattung ab.

Ein Gerät allein macht noch keine SMT

Das ist ein wichtiger Unterschied.

Die SMT nach Prof. von Ardenne ist kein Synonym für Sauerstoffinhalation.

Zum ursprünglichen Konzept gehören mehrere aufeinander abgestimmte Bestandteile.

Vereinfacht:

Sauerstoffzufuhr

körperliche Aktivierung

weitere begleitende Maßnahmen

strukturiertes Mehrschritt-Anwendungskonzept

Das Sauerstoffgerät ist deshalb ein Bestandteil der Anwendung – nicht die gesamte Methode.

Was gehört bei einer begleiteten Heimanwendung dazu?

Je nach gewählter Variante können dazugehören:

1. Geeignetes Sauerstoffgerät
Das Gerät wird entsprechend dem vorgesehenen Anwendungskonzept eingesetzt.

2. Persönliche Einführung
Sie erfahren, wie das Gerät bedient und die Anwendung durchgeführt wird.

3. Strukturierter Ablauf
Die einzelnen Bestandteile werden verständlich erklärt und zeitlich eingeordnet.

4. Persönliche Begleitung
Bei praktischen Fragen steht ein Ansprechpartner zur Verfügung.

5. Alltagstaugliche Umsetzung
Die Anwendung wird so organisiert, dass sie sich möglichst unkompliziert in den persönlichen Tagesablauf integrieren lässt.

Worauf sollten Sie beim Kauf oder bei der Miete achten?

Vor einer Entscheidung sind fünf Fragen wichtiger als ein besonders attraktives Geräteangebot:

Passt das Gerät zur vorgesehenen Anwendung?

Ist die technische Ausstattung nachvollziehbar dokumentiert?

Wer weist mich in die Anwendung ein?

Wer hilft mir bei Fragen oder technischen Problemen?

Welche Kosten entstehen tatsächlich über die gesamte Anwendungsdauer?

Gerade bei einer Heimanwendung ist deshalb nicht nur das Gerät entscheidend, sondern das Zusammenspiel aus Technik, Einweisung und persönlicher Begleitung.

Nicht das Gerät allein entscheidet über die Qualität einer Heimanwendung.

Entscheidend sind ein geeignetes Gerät, ein klarer Ablauf, verständliche Einweisung und eine verantwortungsvolle Begleitung.

Sie möchten die Anwendung zunächst kennenlernen?

Bevor Sie sich für eine Heimanwendung entscheiden, können Sie den Ablauf persönlich besprechen.

Dabei lässt sich klären, welche Variante vorgesehen ist, welche Ausstattung benötigt wird und welcher organisatorische Aufwand entsteht.

Jetzt kennen Sie Methode, wissenschaftliche Einordnung, Ablauf, Kosten und Ausstattung. Aber warum sollten Sie die Informationen gerade von uns erhalten?

Wer steht hinter dieser Seite?

Dipl.-Ing. Florian Schwabe beschäftigt sich seit 1997 mit der Sauerstoff-Mehrschritt-Anwendung (SMT) nach Prof. Manfred von Ardenne.

Als Ingenieur für Feinwerktechnik und ehemaliger Mitarbeiter von Carl Zeiss Jena liegt sein Schwerpunkt auf der verständlichen Vermittlung technischer und physiologischer Zusammenhänge sowie auf der praktischen Begleitung von SMT-Anwendungen.

Über die vergangenen Jahrzehnte wurden nach seinen internen Aufzeichnungen mehr als 540 Gesundheits- und Therapiepraxen begleitet und mehr als 760.000 Anwendungen unterstützt.

Transparenz: Die genannten Zahlen beruhen auf internen Aufzeichnungen von Florian Schwabe und wurden bislang nicht unabhängig geprüft.

Über Florian Schwabe Sauerstoff-Mehrschritt-Anwendung nach Prof. Manfred von Ardenne

Erfahrung ersetzt keine wissenschaftliche Evidenz

Langjährige praktische Erfahrung und wissenschaftliche Evidenz beantworten unterschiedliche Fragen.

Erfahrung kann zeigen, wie eine Anwendung praktisch umgesetzt wird und welche Fragen Anwender im Alltag haben.

Sie kann jedoch nicht allein belegen, dass eine Methode bei einer bestimmten gesundheitlichen Fragestellung wirksam ist.

Deshalb werden auf dieser Website praktische Erfahrungen und wissenschaftliche Aussagen bewusst voneinander getrennt.

Warum ich diese Seite aufgebaut habe

Viele Informationen zur Sauerstoff-Mehrschritt-Anwendung stammen aus unterschiedlichen Zeiten und Quellen.

Dazu gehören historische Arbeiten von Prof. Manfred von Ardenne, wissenschaftliche Fachliteratur, klinische Untersuchungen, medizinische Leitlinien und institutionelle Bewertungen.

Diese Quellen beantworten nicht immer dieselben Fragen und besitzen auch nicht dieselbe wissenschaftliche Aussagekraft.

Mein Ziel ist deshalb nicht, eine bestimmte Bewertung vorzugeben.

Ich möchte nachvollziehbar zeigen, woher eine Aussage stammt, was sie tatsächlich belegt und wo die Grenzen der Erkenntnisse liegen.

Persönliche Erfahrung war der Ausgangspunkt – nicht der wissenschaftliche Beweis

Mein persönliches Interesse an der Sauerstoff-Mehrschritt-Anwendung entstand durch eine Erfahrung in meiner Familie.

Diese Erfahrung war für mich der Anlass, mich intensiver mit den Arbeiten von Prof. Manfred von Ardenne und den physiologischen Grundlagen der Sauerstoffversorgung zu beschäftigen.

Eine persönliche Erfahrung kann Interesse und Motivation begründen.

Sie ist jedoch kein wissenschaftlicher Nachweis für die Wirksamkeit einer Methode.

Diese Unterscheidung ist mir bei der Darstellung der SMT besonders wichtig.

Was Sie von meiner Begleitung erwarten können

Bei einer persönlich begleiteten Heimanwendung geht es nicht darum, medizinische Diagnostik oder ärztliche Behandlung zu ersetzen. Ich bin Diplom-Ingenieur und kein Arzt.

Sie erhalten vielmehr Unterstützung bei der praktischen Umsetzung des jeweiligen SMT-Anwendungskonzepts.

Dazu gehören insbesondere:

✓ verständliche Einführung in den Ablauf
✓ Erklärung der technischen Anwendung
✓ Unterstützung bei praktischen Fragen
✓ Begleitung während der vereinbarten Anwendung
✓ Orientierung bei der Auswahl geeigneter Ausstattung

Bei medizinischen Fragen oder gesundheitlichen Beschwerden bleibt die ärztliche Abklärung maßgeblich.

Wirtschaftliche Interessen transparent dargestellt

Diese Website ist Teil des gewerblichen Angebots von Schwabe-Medizin-Technik.

Ich berate zur Sauerstoff-Mehrschritt-Anwendung und biete die dafür vorgesehene technische Ausstattung zur Miete beziehungsweise zum Kauf an.

Diese wirtschaftliche Verbindung soll bei der Bewertung der Informationen berücksichtigt werden.

Die wissenschaftliche Einordnung der SMT ist davon getrennt.

Quellen und wissenschaftliche Aussagen werden deshalb nicht dadurch zu Belegen, dass sie auf dieser Website genannt werden.

Mein Grundsatz

Verstehen statt glauben.

Eine gute Information sollte nicht nur erklären, was eine Methode verspricht oder wie sie angewendet wird.

Sie sollte auch zeigen:

Was ist bekannt?
 Was ist plausibel? Was ist historisch überliefert?
 Was ist tatsächlich untersucht?
Und was bleibt offen?

Genau diese Unterscheidung bildet die Grundlage dieser Website.

Sie kennen jetzt die Methode, ihre physiologischen Grundlagen, den wissenschaftlichen Kenntnisstand, die praktische Heimanwendung und die Grenzen der Evidenz.

Die wichtigsten Fragen beantworten wir zum Abschluss noch einmal konkret.

Häufige Fragen zur Sauerstoff-Mehrschritt-Anwendung

Die wichtigsten Fragen zur Methode, zum Ablauf und zur Heimanwendung auf einen Blick.

FQA Sauerstoff-Mehrschritt-Anwendung nach Prof. Manfred von Ardenne

Was ist die Sauerstoff-Mehrschritt-Anwendung (SMT)?

Die Sauerstoff-Mehrschritt-Anwendung (SMT) nach Prof. Manfred von Ardenne ist ein strukturiertes Anwendungskonzept, das die Sauerstoffzufuhr mit körperlicher Aktivierung und weiteren begleitenden Maßnahmen verbindet.

Das ursprüngliche Konzept wurde über einen Zeitraum von 18 Tagen beschrieben. Heute existieren unterschiedliche Anwendungsvarianten.

Was passiert dabei im Körper?

Während der Sauerstoffzufuhr wird Sauerstoff über die Atemwege aufgenommen, in der Lunge ins Blut überführt und anschließend über den Kreislauf zu den Geweben transportiert.

Für die tatsächliche Sauerstoffversorgung der Zellen spielen neben der Sauerstoffaufnahme weitere Faktoren eine Rolle – unter anderem Hämoglobin, Herz-Kreislauf-Funktion, Durchblutung und die Fähigkeit der Zellen, Sauerstoff zu nutzen.

Aus diesen physiologischen Vorgängen lässt sich allein kein klinischer Nutzen der gesamten SMT ableiten.

Ist die Wirksamkeit der SMT wissenschaftlich bewiesen?

Eine pauschale Antwort wäre wissenschaftlich nicht korrekt.

Die physiologischen Grundlagen des Sauerstofftransports und der Sauerstoffverwertung sind gut untersucht. Die wissenschaftliche Evidenz für die SMT als Gesamtkonzept ist dagegen abhängig von der jeweiligen Fragestellung und unterschiedlich belastbar.

Auch die historische Methodenbewertung des G-BA ist bei der Einordnung zu berücksichtigen.

Deshalb trennt diese Website bewusst zwischen Physiologie, historischem Konzept und klinischer Evidenz.

Kann ich die SMT zuhause durchführen?

Ja. Eine SMT kann mit geeigneter Ausstattung auch zuhause durchgeführt werden.

Bei einer begleiteten Heimanwendung werden Ablauf, Gerät und praktische Umsetzung persönlich erklärt.

Welche Variante und welche Ausstattung geeignet sind, hängt vom jeweiligen Anwendungskonzept und den persönlichen Rahmenbedingungen ab.

Was kostet eine Heimanwendung?

Die Kosten hängen unter anderem von Variante, Dauer, Ausstattung und Umfang der Begleitung ab.

Bei Schwabe-Medizin-Technik beginnen begleitete Heimanwendungen derzeit ab 40 € pro Tag.

Der konkrete Umfang und die Kosten werden vor Beginn transparent besprochen.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?

Eine allgemeine Kostenübernahme durch die gesetzliche Krankenversicherung besteht für die SMT nicht.

Eine individuelle Kostenbeteiligung kann nicht pauschal zugesagt werden und hängt beispielsweise vom jeweiligen Versicherungsverhältnis und den geltenden Regelungen ab.

Bei Interesse sollte die Kostenfrage vor Beginn direkt mit dem jeweiligen Kostenträger geklärt werden.

Ersetzt die SMT eine ärztliche Behandlung?

Nein.

Die SMT ersetzt weder eine medizinische Diagnostik noch eine notwendige ärztliche Behandlung oder leitliniengerechte Therapie.

Bei Beschwerden oder bestehenden Erkrankungen sollte zunächst die medizinische Ursache abgeklärt werden.

Woher stammen die Informationen auf dieser Website?

Die wissenschaftliche Quellenbasis umfasst unter anderem:

Originalpublikationen · wissenschaftliche Fachliteratur · klinische Studien · medizinische Leitlinien · institutionelle Bewertungen

Dabei wird berücksichtigt, welche Frage eine Quelle tatsächlich beantworten kann und welche wissenschaftliche Aussagekraft sie besitzt.

Eine historische Originalpublikation ist beispielsweise eine wichtige Quelle für die Entstehungsgeschichte der SMT, aber nicht automatisch ein Nachweis ihrer heutigen klinischen Wirksamkeit.

Sie möchten die SMT persönlich verstehen?

Wenn nach dem Lesen noch Fragen offen sind, können Sie diese direkt mit mir besprechen.

Im persönlichen Erstgespräch können wir insbesondere klären:

✓ Welche SMT-Variante Sie interessiert
✓ Wie eine Heimanwendung praktisch abläuft
✓ Welche Ausstattung benötigt wird
✓ Mit welchen Kosten zu rechnen ist
✓ Welche Fragen Sie vor einer Entscheidung noch klären sollten

Das Gespräch ist kostenlos und unverbindlich.

Erst informieren. Dann entscheiden.

Sie müssen sich nicht während des ersten Gesprächs für eine Anwendung entscheiden.

Mein Anspruch ist, dass Sie nach dem Gespräch besser informiert sind als vorher – unabhängig davon, wie Sie sich anschließend entscheiden.

Verstehen statt glauben.

Wissenschaftliche Erkenntnisse verändern sich. Gute Information muss deshalb nicht nur Antworten geben, sondern auch zeigen, wo Wissen endet und offene Fragen beginnen.

Wissenschaftliche Quellen zur Sauerstoff-Mehrschritt-Anwendung

Diese Website trennt bewusst zwischen historischen Quellen, wissenschaftlicher Fachliteratur, klinischer Evidenz, medizinischen Leitlinien und institutionellen Bewertungen.

Denn nicht jede Quelle beantwortet dieselbe Frage – und nicht jede Quelle besitzt dieselbe wissenschaftliche Aussagekraft.

Wissenschaftliche Quellen Sauerstoff-Mehrschritt-Anwendung nach Prof. Manfred von Ardenne

Originalpublikationen und historische Quellen

Die Originalarbeiten von Prof. Manfred von Ardenne dokumentieren die Entstehung und Entwicklung der Sauerstoff-Mehrschritt-Anwendung.

Sie sind deshalb besonders wichtig, wenn es um Fragen geht wie:

  • Wie entstand das ursprüngliche Konzept?
  • Welche physiologischen Überlegungen standen dahinter?
  • Wie beschrieb Prof. von Ardenne die einzelnen Bestandteile?
  • Welche Anwendung wurde ursprünglich vorgesehen?

Wichtig: Der historische Quellenwert einer Veröffentlichung ist nicht mit einem heutigen klinischen Wirksamkeitsnachweis gleichzusetzen.

Wissenschaftliche Fachliteratur

Ergänzend werden wissenschaftliche Veröffentlichungen zu den physiologischen Grundlagen berücksichtigt.

Dazu gehören insbesondere Arbeiten zu:

  • Sauerstofftransport
  • Sauerstoffpartialdruck
  • Sauerstoffsättigung
  • Mikrozirkulation
  • körperlicher Aktivierung
  • Zellstoffwechsel
  • mitochondrialer Energiegewinnung
  • Gewebeoxygenierung

Diese Literatur hilft dabei, die biologischen Zusammenhänge zu verstehen.

Sie beantwortet jedoch nicht automatisch die Frage, ob die SMT als Gesamtkonzept einen bestimmten klinischen Nutzen besitzt.

Klinische Studien

Wenn es um die Wirksamkeit einer Anwendung geht, sind klinische Untersuchungen von besonderer Bedeutung.

Dabei kommt es nicht allein darauf an, dass eine Studie existiert.

Entscheidend sind unter anderem:

Studiendesign · Vergleichsgruppe · Teilnehmerzahl · Endpunkte · statistische Aussagekraft · mögliche Verzerrungen · Reproduzierbarkeit

Eine einzelne Studie kann deshalb nicht automatisch als Beleg für eine allgemeine Wirksamkeit verstanden werden.

Medizinische Leitlinien

Medizinische Leitlinien fassen den wissenschaftlichen Kenntnisstand für konkrete medizinische Fragestellungen zusammen und geben Orientierung für die Versorgung.

Sie sind deshalb besonders relevant, wenn beurteilt werden soll, welchen Stellenwert eine Methode bei einer bestimmten Erkrankung heute besitzt.

Dabei gilt:

Eine Methode kann physiologisch plausibel sein und wissenschaftlich untersucht werden, ohne deshalb Bestandteil einer medizinischen Leitlinie zu sein.

Institutionelle Bewertungen

Auch unabhängige Institutionen können für die wissenschaftliche Einordnung wichtig sein.

Ein Beispiel ist der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA).

Institutionelle Bewertungen sollten immer im jeweiligen Kontext gelesen werden. Sie beantworten eine konkrete Bewertungsfrage nach bestimmten Kriterien und ersetzen nicht automatisch die gesamte wissenschaftliche Literatur.

Wie Quellen auf dieser Website eingeordnet werden

Für die Darstellung auf dieser Website gilt deshalb ein einfacher Grundsatz:

Nicht die Quelle allein entscheidet – sondern die Frage, die sie tatsächlich beantworten kann.

Beispielsweise:

Frage Geeignete Quellen

Wie entstand die SMT? Originalpublikationen / historische Quellen

Wie funktioniert Sauerstofftransport? Physiologie / Fachliteratur

Ist eine bestimmte Wirkung nachgewiesen? Klinische Studien / systematische Reviews

Welche Bedeutung hat eine Methode heute? Leitlinien / institutionelle Bewertungen

Wie wurde die SMT historisch bewertet? Originalquellen / institutionelle Dokumente

Wissenschaft entwickelt sich weiter

Der wissenschaftliche Kenntnisstand ist nicht statisch.

Neue Studien können bestehende Erkenntnisse bestätigen, präzisieren oder infrage stellen.

Deshalb werden Aussagen auf dieser Website nicht allein danach beurteilt, was historisch über die SMT geschrieben wurde, sondern danach, was sich aus der heute verfügbaren wissenschaftlichen Evidenz tatsächlich ableiten lässt.

Weiterführende Quellen

Originalpublikationen von Prof. Manfred von Ardenne

  • Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie – Physiologische und technische Grundlagen
  • Wo hilft Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie?
  • Oxygen Multistep Therapy: Physiological and Technical Foundations

Institutionelle Bewertung

  • Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA): Methodenbewertung der Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie

Wissenschaftliche Datenbanken und Fachliteratur

  • PubMed / MEDLINE
  • Cochrane Library
  • medizinische Fachgesellschaften und Leitlinien
  • wissenschaftliche Fachzeitschriften

Quellen vollständig nachvollziehen

Zu den zentralen Aussagen dieser Website finden Sie die jeweils relevanten Quellen direkt bei den entsprechenden Themen.

So können Sie nicht nur lesen, was auf dieser Seite steht, sondern bei Bedarf auch nachvollziehen,

woher die Information stammt, aus welchem Zusammenhang sie kommt und wie belastbar die daraus abgeleitete Aussage ist.

Warum Sauerstoffsättigung allein nicht alles erklärt

Viele Menschen achten auf ihre Sauerstoffsättigung (SpO₂). Sie zeigt, welcher Anteil des Hämoglobins im arteriellen Blut mit Sauerstoff beladen ist. Das ist eine wichtige Information – aber sie beschreibt nicht die gesamte Sauerstoffversorgung des Körpers.  

Für die Versorgung der Gewebe sind mehrere Faktoren entscheidend: unter anderem der Sauerstoffgehalt des Blutes, die Durchblutung, der Sauerstoffpartialdruck und der Sauerstoffbedarf des jeweiligen Gewebes. Auch Herzleistung und Hämoglobingehalt beeinflussen, wie viel Sauerstoff tatsächlich zu den Geweben transportiert werden kann.  

Vereinfacht gesagt:

Sauerstoffsättigung (SpO₂):
Wie stark ist das Hämoglobin im arteriellen Blut mit Sauerstoff beladen?

Sauerstoffpartialdruck (PaO₂):
Wie hoch ist der Druck des im arteriellen Blut gelösten Sauerstoffs?

Sauerstoffversorgung der Gewebe:
Wie viel Sauerstoff wird tatsächlich zu den Geweben transportiert und dort genutzt?

Häufige Missverständnisse rund um Sauerstoff

Eine normale Sauerstoffsättigung bedeutet nicht automatisch, dass jede Situation des Körpers optimal mit Sauerstoff versorgt ist.

Umgekehrt bedeutet eine einzelne Messung der SpO₂ auch nicht, dass eine bestimmte Ursache für Müdigkeit, geringe Belastbarkeit oder eingeschränkte Regeneration gefunden wurde.

Die Pulsoxymetrie ist deshalb ein wichtiger Messwert – aber kein vollständiges Bild der Sauerstoffversorgung. Zudem können Pulsoximeter unter bestimmten Bedingungen ungenaue Werte anzeigen, beispielsweise bei eingeschränkter Durchblutung oder anderen Messbedingungen.  

Was bedeutet das für die Sauerstoff-Mehrschritt-Anwendung?

Das ursprüngliche Konzept der Sauerstoff-Mehrschritt-Anwendung (SMT) betrachtet die Sauerstoffzufuhr nicht isoliert, sondern als Bestandteil eines mehrgliedrigen Anwendungskonzepts.

Das erklärt jedoch nicht automatisch einen gesundheitlichen Nutzen des Gesamtkonzepts. Physiologisch plausible Zusammenhänge und die Frage, ob eine Methode als Ganzes einen klinisch relevanten Nutzen bringt, sind zwei unterschiedliche wissenschaftliche Fragen.

Genau diese Unterscheidung ist für die Einordnung der SMT entscheidend.

Das folgende Video erklärt verständlich, warum die Sauerstoffsättigung allein keine Rückschlüsse auf Energie, Belastbarkeit oder Regeneration im Alltag zulässt.

Erfahrungsberichte von Anwendern und Gesundheitspraxen

Die folgenden Rückmeldungen geben persönliche Erfahrungen einzelner Anwender wieder. Solche Erfahrungsberichte können einen persönlichen Eindruck vermitteln, stellen aber keinen wissenschaftlichen Wirksamkeitsnachweis dar. Wahrnehmungen und Erfahrungen können von Person zu Person unterschiedlich sein.

Porträtfoto André Schneider, Unternehmer aus Starnberg

André Schneider
Unternehmer aus Starnberg

 

"Ich nutze das Sauerstoffgerät seit einigen Monaten regelmäßig und schätze vor allem die einfache und ruhige Anwendung.

Das Gerät lässt sich gut in den Tagesablauf integrieren – auch während der Arbeit am Schreibtisch.

Positiv empfand ich außerdem die persönliche Begleitung durch Florian Schwabe und die verständliche Einführung in die Anwendung.“

 

Beste Grüße aus Starnberg


Praxisteam Ruch, Heilpraktiker für Energetics, Velden am Wörthersee

Praxisteam Ruch

Heilpraktiker

Energetics

 

Erfahrungswerte aus der Praxis

„Das Sauerstoffgerät ist seit Anfang 2021 in unserer Praxis im Einsatz.

Besonders positiv erleben wir die einfache Handhabung und die unkomplizierte Nutzung in unserer Praxis.

Auch die Zusammenarbeit mit Florian Schwabe schätzen wir als persönlich, zuverlässig und angenehm.“

 

Velden am Wörthersee


Dr. med. Ulf-Thorsten Zierau, Chirurg, Praxis Saphenion Rostock

Dr.med. Ulf-Thorsten Zierau

Chirurg, Gefäßchirurg und Phlebologe

Praxis Saphenion Rostock

"In unserer Praxis beschäftigen wir uns seit mehreren Jahren mit der Sauerstoff-Mehrschritt-Anwendung nach Prof. von Ardenne.

Dabei konnten wir viele praktische Erfahrungen im täglichen Einsatz sammeln.

Besonders wichtig ist für uns eine nachvollziehbare und alltagstaugliche Umsetzung.


Selbstreflexion zur Anwendung im Alltag

Sie möchten einschätzen, ob eine begleitete Sauerstoff-Mehrschritt-Anwendung grundsätzlich zu Ihrer persönlichen Situation passen könnte?

Der Selbstcheck unterstützt Sie dabei, Ihre aktuelle Situation anhand ausgewählter Fragen zu reflektieren. Er dient ausschließlich der Orientierung und ersetzt weder eine medizinische Diagnostik noch eine ärztliche Beratung.

Der Selbstcheck dauert nur wenige Minuten und hilft Ihnen, Ihre persönliche Situation besser einzuordnen.

Lebensqualität bewusst gestalten

DEM LEBEN MEHR JAHRE - DEN JAHREN MEHR LEBEN

"Persönliches Leitmotiv von Florian Schwabe – keine medizinische Wirkaussage."

Langfristige Lebensqualität entsteht häufig durch bewusste Routinen im Alltag.

Wodurch unterscheidet sich die Sauerstoff-Mehrschritt-Anwendung?

Nicht jede Sauerstoffanwendung folgt dem gleichen Konzept.

Während viele Verfahren ausschließlich auf die Zufuhr von Sauerstoff ausgerichtet sind, versteht die Sauerstoff-Mehrschritt-Anwendung (SMT) nach Prof. von Ardenne die Sauerstoffzufuhr als einen Bestandteil eines strukturierten Gesamtkonzepts.

Zum ursprünglichen Konzept gehören neben der Sauerstoffzufuhr auch eine leichte körperliche Aktivierung sowie weitere begleitende Maßnahmen.

Ziel ist es, diese Bestandteile zeitlich aufeinander abzustimmen.

Die wissenschaftliche Bewertung der gesamten Methode erfolgt unabhängig anhand der verfügbaren Evidenz.

Schematische Darstellung der Sauerstoff-Mehrschritt-Anwendung (SMT) nach Prof. Manfred von Ardenne mit den Bestandteilen Sauerstoffzufuhr, körperliche Aktivierung und begleitende Maßnahmen.

Möchten Sie wissen, wie die Sauerstoff-Mehrschritt-Anwendung ursprünglich aufgebaut wurde?

Die Methode nach Prof. von Ardenne
Sauerstoff‑Mehrschritt‑Therapie Ein Werk von Prof. Manfred von Ardenne, das die physiologischen und technischen Grundlagen der Sauerstoff‑Mehrschritt‑Therapie beschreibt. Es steht für wissenschaftliche Präzision und zeigt die Bedeutung des Sauerstoffs in Forschung und medizinischer Anwendung.

Prof. Dr. Manfred von Ardenne:

Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie – Physiologische und technische Grundlagen

Wissenschaftliche Grundlagen

Diese Seite erläutert die wissenschaftlichen Grundlagen der Sauerstoff-Mehrschritt-Anwendung (SMT) und ordnet ihre historische Entwicklung ein.

Dort finden Sie unter anderem:

✓ Physiologische Grundlagen

✓ Historische Entwicklung

✓ Originalpublikationen von Prof. Manfred von Ardenne

✓ Wissenschaftliche Literatur

✓ Einordnung des aktuellen Forschungsstands

Kurze Fragen zur Sauerstoff-Mehrschritt-Anwendung

Wer war Prof. von Ardenne?

Prof. Manfred von Ardenne war Physiker, Forscher und Erfinder.

Er entwickelte die SMT als strukturiertes Konzept, das Sauerstoffzufuhr, Aktivierung und begleitende Maßnahmen miteinander verbindet.

Seine Forschungsarbeiten bilden die Grundlage der Sauerstoff-Mehrschritt-Anwendung (SMT), die bis heute mit seinem Namen verbunden ist.

Was ist die SMT nach Prof. von Ardenne?

Die SMT nach Prof. von Ardenne verbindet Sauerstoffzufuhr, körperliche Aktivierung und weitere begleitende Maßnahmen innerhalb eines strukturierten Anwendungskonzepts.

Für wen eignet sich die SMT?

Viele Menschen interessieren sich für die SMT, wenn Energie, Belastbarkeit oder Regeneration im Alltag nachlassen.

Viele Menschen informieren sich über die SMT, weil sie ihre Gesundheit aktiv unterstützen und sich mit präventiven Maßnahmen beschäftigen möchten.

Wie läuft eine Anwendung für zuhause ab?

Die Heimanwendung erfolgen mit einem Sauerstoffgerät und persönlicher Begleitung.

Sie ist bewusst einfach gehalten, damit sie sich reibungslos in den Alltag integrieren lässt.

Seit wann begleitet Florian Schwabe Menschen im Bereich der SMT?

Er begleitet seit 1997 Menschen und Gesundheits­praxen im Bereich der SMT nach Prof. von Ardenne.

Wie viele Anwendungen wurden bereits begleitet?

Informationen zu den bisherigen Erfahrungen und der langjährigen Tätigkeit von Florian Schwabe finden Sie im Bereich „Über Florian Schwabe“.

Ist die SMT eine medizinische Therapie?

Die Sauerstoff-Mehrschritt-Anwendung (SMT) ersetzt weder eine medizinische Diagnostik noch eine notwendige ärztliche Behandlung.

Wird die SMT ärztlich durchgeführt, können die ärztlichen Leistungen – abhängig vom Einzelfall – nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) abgerechnet werden.

Weitere Antworten zur Sauerstoff-Mehrschritt-Anwendung finden Sie im ausführlichen FAQ-Bereich.

Begleitete Anwendungen für zuhause

Dipl.-Ing. Florian Schwabe berät eine Anwenderin während einer Sauerstoff-Mehrschritt-Anwendung (SMT) nach Prof. Manfred von Ardenne mit einem Sauerstoffgerät.

Vor Beginn der Heimanwendung werden Ablauf, praktische Umsetzung und offene Fragen in einem persönlichen Beratungsgespräch besprochen.

Für Menschen, die die Sauerstoff-Mehrschritt-Anwendung (SMT) zuhause durchführen möchten und dabei persönliche Begleitung wünschen.

✔ Verständliche Einführung
✔ Persönliche Begleitung
✔ Einfache Integration in den Alltag
✔ Unterstützung während der gesamten Anwendung

Was Sie erwartet

Eine Heimanwendung wirft häufig praktische Fragen auf – vom Ablauf über die Umsetzung bis zur Integration in den Alltag.

Ich nehme mir Zeit für Ihre Fragen, erkläre die einzelnen Schritte verständlich und unterstütze Sie dabei, die Anwendung sicher in Ihren Alltag zu integrieren.

Sie möchten wissen, ob eine begleitete Heimanwendung für Ihre Situation infrage kommt?

Sie sprechen direkt mit mir – Dipl.-Ing. Florian Schwabe.

Das Erstgespräch ist kostenlos und unverbindlich. Sie erhalten Antworten auf Ihre Fragen und Informationen zum weiteren Ablauf.

Über Florian Schwabe

Dipl.-Ing. Ingenieur für Feinwerktechnik

ehemals Carl Zeiss Jena

Seit 1997 tätig im Bereich der Sauerstoff-Mehrschritt-Anwendung (SMT) nach Prof. von Ardenne

Begleitung von mehr als 540 Gesundheits- und Therapiepraxen sowie über 760.000 begleiteten Anwendungen

(interne Dokumentation, nicht extern geprüft).

Schwerpunkte: Verständliche Information · Begleitete Heimanwendungen · Persönliche Begleitung

Porträtfoto Florian Schwabe, Dipl.-Ing.

Dipl.-Ing. Florian Schwabe

Fachliche Verantwortung: 

Dipl.-Ing. Florian Schwabe

Erstveröffentlichung: 02.04.2021

Letzte Aktualisierung: 06.08.2026

Quellen zuletzt geprüft: 06.08.2026

Warum begleite ich Menschen bei der Sauerstoff-Mehrschritt-Anwendung?

Meine Grundsätze

✔ Verständlich erklären statt Fachbegriffe verwenden

✔ Persönlich begleiten statt anonym beraten

✔ Transparent informieren statt Heilsversprechen machen

✔ Alltagstaugliche Umsetzung statt unnötiger Komplexität

Seit fast drei Jahrzehnten begleite ich Menschen bei der Sauerstoff-Mehrschritt-Anwendung (SMT). Dabei habe ich immer wieder erlebt, dass die meisten Menschen keine komplizierten medizinischen Erklärungen suchen. Sie möchten verstehen, was nach heutigem wissenschaftlichem Kenntnisstand bekannt ist, wo die Grenzen der Erkenntnisse liegen und wie sich die Sauerstoff-Mehrschritt-Anwendung verantwortungsvoll in den Alltag integrieren lässt.

Genau darin sehe ich meine Aufgabe: wissenschaftliche Informationen verständlich einzuordnen, den aktuellen Erkenntnisstand transparent darzustellen und Menschen dabei zu unterstützen, informierte und eigenverantwortliche Entscheidungen zu treffen.

Mein Interesse an der Sauerstoff-Mehrschritt-Anwendung entstand durch persönliche Erfahrungen in meiner Familie. Daraus entwickelte sich eine intensive Beschäftigung mit den Arbeiten von Prof. Manfred von Ardenne.

Die langjährige Zusammenarbeit mit Ärzten, Therapeuten und Gesundheitspraxen sowie die Begleitung zahlreicher Menschen haben mein Verständnis für eine verständliche, praxisnahe und alltagstaugliche Vermittlung der Sauerstoff-Mehrschritt-Anwendung geprägt.

Heute begleite ich Menschen dabei, die Sauerstoff-Mehrschritt-Anwendung verantwortungsvoll und verständlich in ihren Alltag zu integrieren. Im Mittelpunkt stehen für mich eine persönliche Begleitung, wissenschaftlich eingeordnete Informationen und eine alltagstaugliche Umsetzung.

Ich arbeite ohne Heilsversprechen und lege Wert auf Transparenz, wissenschaftliche Einordnung und einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Thema Prävention. Ich bin Diplom-Ingenieur und kein Arzt.

Meine persönliche Haltung

  • Der Apfel steht für eine ausgewogene Ernährung.
  • Der Wald steht für Bewegung und Natur.
  • Die Liebe steht für zwischenmenschliche Verbundenheit.

Diese drei Dinge sind für mich durch nichts zu ersetzen.

DEM LEBEN MEHR JAHRE – DEN JAHREN MEHR LEBEN

Persönliche Lebenseinstellung von Florian Schwabe. Keine medizinische Aussage.

Hier finden Sie Antworten auf die häufigsten Fragen zur Sauerstoff-Mehrschritt-Anwendung (SMT) nach Prof. von Ardenne – von Ablauf und Dauer über Heimanwendungen bis hin zu Geräten, Kosten und Messverfahren.

Gut zu wissen

Wie unterscheidet sich die Sauerstoff-Mehrschritt-Anwendung von anderen Sauerstoffverfahren?

Heute stehen verschiedene Verfahren und Anwendungskonzepte zur Verfügung, bei denen Sauerstoff in der Medizin, Therapie oder Prävention eingesetzt wird.

Hierzu gehören unter anderem die ärztlich verordnete Langzeit-Sauerstofftherapie (LTOT), die hyperbare Sauerstofftherapie (HBOT), die Intervall-Hypoxie-Hyperoxie-Therapie (IHHT), die Hämatogene Oxidationstherapie (HOT), das Regelsberger Verfahren, Verfahren mit medizinischem Ozon sowie weitere Sauerstoff-Anwendungskonzepte. Die SMT nach Prof. von Ardenne ist ein eigenständiges Anwendungskonzept und von diesen Verfahren abzugrenzen.

Ihr besonderes Merkmal besteht darin, dass sie die Sauerstoffzufuhr nicht als isolierte Einzelmaßnahme betrachtet, sondern als Bestandteil eines strukturierten Gesamtkonzepts. Dieses verbindet die Sauerstoffzufuhr mit körperlicher Aktivierung und weiteren aufeinander abgestimmten begleitenden Maßnahmen.

Die einzelnen Verfahren unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Zielsetzung, ihres physiologischen Konzepts, ihrer Anwendungsgebiete, ihrer praktischen Durchführung sowie der verfügbaren wissenschaftlichen Evidenz (wissenschaftliche Belege bzw. Studienlage).

Deshalb ist ein unmittelbarer Vergleich ihrer Wirksamkeit nur eingeschränkt möglich und sollte immer im jeweiligen medizinischen oder präventiven Zusammenhang erfolgen.

Ziel dieser Übersicht ist nicht die Bewertung einzelner Verfahren. Sie soll dazu beitragen, Gemeinsamkeiten und Unterschiede verständlich darzustellen und eine sachliche, wissenschaftlich nachvollziehbare Orientierung zu ermöglichen.

Wichtiger Hinweis

Die ärztlich verordnete Langzeit-Sauerstofftherapie (LTOT) dient der Behandlung von Menschen mit einem dauerhaft zu niedrigen Sauerstoffgehalt im arteriellen Blut (chronische Hypoxämie) und verfolgt eine andere medizinische Zielsetzung als die Sauerstoff-Mehrschritt-Anwendung nach Prof. Manfred von Ardenne.

Auch die übrigen genannten Verfahren beruhen auf unterschiedlichen physiologischen Konzepten und unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Zielsetzung, Durchführung, wissenschaftlichen Grundlagen und Anwendungsgebiete. Sie sollten deshalb jeweils eigenständig betrachtet und entsprechend ihrer jeweiligen medizinischen oder präventiven Fragestellung beurteilt werden.

Vergleich ausgewählter Sauerstoff-Anwendungskonzepte und Sauerstoffverfahren

Die verschiedenen Sauerstoffverfahren verfolgen unterschiedliche Zielsetzungen und sind deshalb nicht als direkte Alternativen zu verstehen. Welches Verfahren sinnvoll sein kann, hängt immer von der jeweiligen medizinischen oder präventiven Fragestellung ab.

Verfahren

(Typischer Einsatzbereich) Charakteristische Merkmale

Langzeit-Sauerstofftherapie (LTOT) Medizinische Behandlung einer dauerhaft verminderten Sauerstoffversorgung des Blutes

(unblutig, zu Hause) Ärztlich verordnete Sauerstofftherapie zur Behandlung einer chronischen Hypoxämie

(dauerhaft zu niedriger Sauerstoffgehalt / Sättigung im arteriellen Blut).

Hyperbare Sauerstofftherapie (HBOT) Spezielle medizinische Indikationen

(unblutig, ambulant) Sauerstoffatmung unter erhöhtem Umgebungsdruck in einer Druckkammer.

Intervall-Hypoxie-Hyperoxie-Therapie (IHHT) Trainings-, Rehabilitations- und Präventionskonzepte

(unblutig, ambulant) Wechselnde Phasen mit sauerstoffarmer (Hypoxie) und sauerstoffreicher (Hyperoxie)

Atemluft.

Hämatogene Oxidationstherapie (HOT) Eigenständiges medizinisches Verfahren

(blutig, ambulant) Eigenblutbehandlung mit medizinischem Sauerstoff nach einem definierten

Behandlungskonzept. Je nach Verfahren können weitere Behandlungsschritte,

beispielsweise UV-Bestrahlung des Eigenbluts, Bestandteil des Konzepts sein.

Regelsberger-Verfahren Eigenständiges Sauerstoff-Anwendungskonzept

(blutig, ambulant) Dabei wird medizinischer Sauerstoff nach einem definierten Behandlungskonzept

intravenös verabreicht. 

Verfahren mit medizinischem Ozon Unterschiedliche medizinische und komplementärmedizinische Anwendungsbereiche

(blutig, ambulant) Einsatz von medizinischem Ozon nach dem jeweiligen Behandlungskonzept.

SMT nach Prof. von Ardenne Strukturiertes Sauerstoff-Anwendungskonzept nach dem ursprünglichen Konzept von

(unblutig, ambulant, zu Hause) Prof. von Ardenne

Kombination aus Sauerstoffzufuhr, körperlicher Aktivierung und weiteren aufeinander

abgestimmten begleitenden Maßnahmen innerhalb eines definierten Gesamtkonzepts.

Wissenschaftliche Einordnung

Die genannten Sauerstoff-Anwendungskonzepte und Sauerstoffverfahren verfolgen unterschiedliche Zielsetzungen und beruhen auf jeweils eigenen physiologischen Konzepten. Sie unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Anwendungsgebiete, ihrer praktischen Durchführung sowie der verfügbaren wissenschaftlichen Evidenz (wissenschaftliche Belege bzw. Studienlage).

Ein unmittelbarer Vergleich ihrer Wirksamkeit ist deshalb nur eingeschränkt möglich. Ob und in welchem Umfang ein Verfahren medizinisch sinnvoll eingesetzt werden kann, hängt von der jeweiligen Fragestellung, der individuellen gesundheitlichen Situation sowie der Qualität der verfügbaren wissenschaftlichen Studien ab.

Diese Übersicht dient ausschließlich der sachlichen und wissenschaftlich nachvollziehbaren Einordnung verschiedener Sauerstoffverfahren. Sie verfolgt nicht das Ziel, einzelne Verfahren zu bewerten oder Empfehlungen für eine bestimmte Anwendung auszusprechen. Sie soll Gemeinsamkeiten und Unterschiede verständlich darstellen und eine sachliche, wissenschaftlich nachvollziehbare Orientierung ermöglichen.

Die historische Entwicklung oder die Bekanntheit eines Verfahrens ist dabei nicht mit einem Nachweis seiner klinischen Wirksamkeit gleichzusetzen. Diese ist für jedes Verfahren anhand der jeweils verfügbaren wissenschaftlichen Evidenz und der geltenden medizinischen Leitlinien zu beurteilen.

Hinweis zu wirtschaftlichen Interessen: Schwabe-Medizin-Technik berät zur SMT und vertreibt bzw. vermietet die dafür eingesetzten Sauerstoffgeräte. Diese Seite ist Teil des gewerblichen Angebots von Florian Schwabe.

Ausführliche Fragen und Antworten zur Sauerstoff-Mehrschritt-Anwendung

Symbolbild ausführliches FAQ zur SMT

Was ist die Sauerstoff-Mehrschritt-Anwendung (SMT)?

Die Sauerstoff-Mehrschritt-Anwendung (SMT) nach Prof. von Ardenne ist ein strukturiertes Anwendungskonzept, das Sauerstoffzufuhr, körperliche Aktivierung und weitere begleitende Maßnahmen miteinander verbindet.

Ziel des Konzepts ist die strukturierte Kombination von Sauerstoffzufuhr, körperlicher Aktivierung und weiteren begleitenden Maßnahmen innerhalb eines definierten Anwendungsablaufs. Die SMT wird sowohl in Gesundheits- und Therapiepraxen als auch im Rahmen von Heimanwendungen durchgeführt.

Wie läuft eine Sauerstoff-Mehrschritt-Anwendung ab?

Typischerweise umfasst die SMT vorbereitende Maßnahmen, die Sauerstoffanwendung selbst sowie eine begleitende körperliche Aktivierung. Häufig wird die Anwendung über einen Zeitraum von etwa 18 Tagen durchgeführt und folgt einem klar strukturierten Ablauf.

Die genaue Durchführung richtet sich nach dem jeweiligen Anwendungskonzept und den persönlichen Voraussetzungen. Im Mittelpunkt stehen Sauerstoffzufuhr, körperliche Aktivierung und weitere begleitende Maßnahmen nach dem Konzept von Prof. von Ardenne.

Wie lange dauert eine Sauerstoff-Mehrschritt-Kur?

Die Dauer einer Sauerstoff-Mehrschritt-Kur kann je nach Anwendungskonzept variieren. Häufig wird die SMT über einen Zeitraum von etwa 18 Tagen durchgeführt.

Während dieser Zeit erfolgt die Anwendung in der Regel täglich nach einem strukturierten Ablauf. Die konkrete Gestaltung richtet sich nach den jeweiligen Rahmenbedingungen und der geplanten Durchführung.

Bei Heimanwendungen legt Florian Schwabe besonderen Wert auf eine verständliche Einführung sowie eine praktikable Integration der Anwendung in den Alltag.

Was kostet eine Sauerstoff-Mehrschritt-Anwendung für zuhause?

Die Kosten einer SMT für zuhause hängen von Dauer, Gerät und individuellen Voraussetzungen ab. Heimanwendungen beginnen ab 40 € pro Tag.

Welche Variante sinnvoll sein kann und mit welchem Aufwand zu rechnen ist, erläutert Florian Schwabe im unverbindlichen Erstgespräch.

Weitere Informationen zu Ablauf, Geräten, Kosten und Heimanwendungen finden Sie im Bereich Heimkur / Miete.

Warum wird bei der SMT körperliche Aktivierung eingesetzt?

Die SMT nach Prof. von Ardenne kombiniert Sauerstoffzufuhr mit einer begleitenden körperlichen Aktivierung innerhalb eines strukturierten Anwendungskonzepts.

Die körperliche Aktivierung gehört zu den grundlegenden Bestandteilen der SMT. Häufig werden dafür einfache und alltagstaugliche Bewegungsformen eingesetzt, die sich individuell an die persönlichen Voraussetzungen anpassen lassen.

Sauerstoffzufuhr, körperliche Aktivierung und weitere begleitende Maßnahmen bilden gemeinsam die Grundlage des von Prof. von Ardenne entwickelten Mehrschritt-Konzepts.

Welche Rolle spielt Sauerstoff bei der SMT?

Sauerstoff ist ein zentraler Bestandteil der SMT nach Prof. von Ardenne.

Im Rahmen der Anwendung wird Sauerstoff innerhalb eines strukturierten Ablaufs zugeführt und mit weiteren Bestandteilen des Anwendungskonzepts kombiniert. Dazu gehören insbesondere die körperliche Aktivierung sowie weitere begleitende Maßnahmen.

Die SMT betrachtet Sauerstoff nicht isoliert, sondern als Bestandteil eines mehrstufigen Gesamtkonzepts, das von Prof. von Ardenne entwickelt wurde.

Warum wird der Sauerstoffpartialdruck gemessen?

Der Sauerstoffpartialdruck ist ein Messwert, der Informationen über die Verfügbarkeit von Sauerstoff im Gewebe liefern kann.

Im Zusammenhang mit der SMT nach Prof. von Ardenne wird der Sauerstoffpartialdruck häufig transkutan gemessen. Die Messung erfolgt dabei unblutig über die Haut.

Die Messung des Sauerstoffpartialdrucks dient der ergänzenden Beurteilung eines Aspekts der Sauerstoffversorgung und wird zusammen mit anderen Messgrößen im Zusammenhang der jeweiligen Fragestellung betrachtet.

Die Interpretation der Messwerte erfolgt stets im Zusammenhang mit der jeweiligen Fragestellung und ersetzt keine medizinische Diagnostik.

Kann ich die Sauerstoff-Mehrschritt-Kur zu Hause durchführen?

Ja. Die Sauerstoff-Mehrschritt-Anwendung (SMT) nach Prof. von Ardenne kann mit geeigneten Geräten zuhause durchgeführt werden.

Viele Menschen entscheiden sich für eine Heimanwendung, weil sie sich flexibel in den Alltag integrieren lässt.

Seit vielen Jahren liegt der Schwerpunkt von Florian Schwabe auf der Begleitung von Heimanwendungen der SMT.

Weitere Informationen zu Ablauf, Geräten, Kosten und Heimanwendungen finden Sie im Bereich Heimkur / Miete.

Wo kann eine SMT durchgeführt werden?

Die SMT kann sowohl in Gesundheits- und Therapiepraxen als auch zuhause durchgeführt werden.

Mit geeigneten Geräten, einer verständlichen Einführung und persönlicher Begleitung ist auch eine Heimanwendung möglich.

Welche Form der Anwendung sinnvoll ist, hängt von den persönlichen Voraussetzungen, den individuellen Zielen und den jeweiligen Rahmenbedingungen ab.

Was ist ein Sauerstoffkonzentrator?

Ein Sauerstoffkonzentrator ist ein Gerät, das Sauerstoff aus der Umgebungsluft gewinnt und für die Anwendung bereitstellt.

Im Gegensatz zu Sauerstoff-Flaschen muss dabei kein Sauerstoff bevorratet oder regelmäßig ausgetauscht werden. Das Gerät erzeugt den benötigten Sauerstoff während des Betriebs direkt aus der Raumluft.

Deshalb werden Sauerstoffkonzentratoren heute häufig für Heimanwendungen der SMT nach Prof. von Ardenne mit Ionisation eingesetzt.

Welche Geräte für eine SMT geeignet sind, hängt von den jeweiligen Anforderungen und dem geplanten Einsatzbereich ab.

Benötigt man Sauerstoff-Flaschen für eine Heimanwendung?

Nein. Für Heimanwendungen der SMT werden heute überwiegend Sauerstoffkonzentratoren eingesetzt, die Sauerstoff direkt aus der Umgebungsluft gewinnen.

Dadurch ist keine Versorgung mit Sauerstoff-Flaschen erforderlich.

Kann man Veränderungen des Sauerstoffstatus messen?

Im Zusammenhang mit der SMT nach Prof. von Ardenne wird unter anderem der Sauerstoffpartialdruck transkutan gemessen.

Dabei erfolgt die Messung unblutig über die Haut und liefert Informationen darüber, wie Sauerstoff im Gewebe verfügbar ist.

Die Messung ergänzt andere Messgrößen wie beispielsweise die Sauerstoffsättigung und ermöglicht die Betrachtung unterschiedlicher Aspekte der Sauerstoffversorgung.

Warum liegt der Schwerpunkt von Florian Schwabe auf Heimanwendungen?

Viele Menschen schätzen Heimanwendungen, weil sie sich flexibel und praktikabel in den Alltag integrieren lassen.

Deshalb liegt heute ein besonderer Schwerpunkt auf Heimanwendungen der SMT. Mit geeigneten Geräten, einer verständlichen Einführung und persönlicher Begleitung kann die Anwendung auch zuhause durchgeführt werden.

Wird die Sauerstoff-Mehrschritt-Anwendung von der GKV unterstützt?

Die SMT nach Prof. von Ardenne gehört in der Regel nicht zu den standardmäßig von den gesetzlichen Krankenkassen übernommenen Leistungen.

Ob im Einzelfall eine Kostenbeteiligung, Bezuschussung oder Erstattung möglich ist, hängt von der jeweiligen Krankenkasse, dem Tarif und der individuellen Situation ab. Interessierte sollten sich daher direkt bei ihrer Krankenkasse über die aktuellen Voraussetzungen informieren.

Gibt es wichtige Hinweise vor der Anwendung?

Vor Beginn einer SMT sollten gesundheitliche Besonderheiten berücksichtigt werden. Wichtig sind außerdem eine verständliche Einweisung, die richtige Anwendung des Gerätes sowie die Einhaltung des vorgesehenen Anwendungsablaufs.

Was unterscheidet eine SMT von Bewegung an frischer Luft?

Bewegung an frischer Luft ist ein wichtiger Bestandteil eines gesunden Lebensstils und kann das allgemeine Wohlbefinden unterstützen.

Die SMT nach Prof. von Ardenne verfolgt dagegen ein strukturiertes Anwendungskonzept, das Sauerstoffzufuhr, körperliche Aktivierung und weitere begleitende Maßnahmen miteinander kombiniert.

Beide Ansätze schließen sich nicht aus, sondern können sich sinnvoll ergänzen.

Ist das Erstgespräch wirklich kostenlos?

Ja. Das Erstgespräch ist unverbindlich und kostenlos.

Dabei beantwortet Florian Schwabe Fragen zur SMT nach Prof. von Ardenne und erläutert die Voraussetzungen einer möglichen Heimanwendung auf Basis seiner Erfahrungen aus über 760.000 begleiteten Anwendungen.

Wissenschaftliche Grundlagen und historische Quellen zur Sauerstoff-Mehrschritt-Anwendung (SMT) nach Prof. Manfred von Ardenne

Inhaltsverzeichnis

01 Einführung
02 Wissenschaftliche Einordnung
03 Prof. Manfred von Ardenne
04 Geschichte der SMT
05 Physiologische Grundlagen
06 Sauerstofftransport & Sauerstoffpartialdruck
07 Originalpublikationen
08 Grenzen der Erkenntnisse
09 Weiterführende wissenschaftliche Literatur
10 Historisch beschriebene Anwendungsbereiche
11 Literaturverzeichnis

01

Einführung


    Ziel der Seite

Diese Seite dient der sachlichen und wissenschaftlichen Einordnung der Sauerstoff-Mehrschritt-Anwendung (SMT) nach Prof. Manfred von Ardenne. Sie bietet einen Überblick über die historischen Hintergründe, die wissenschaftlichen Grundlagen sowie ausgewählte Fachliteratur und Originalpublikationen.

Ziel ist es, die Entstehung und Entwicklung der SMT verständlich darzustellen, wissenschaftliche Zusammenhänge einzuordnen und interessierten Leserinnen und Lesern den Zugang zu weiterführenden Quellen zu erleichtern. Dabei werden sowohl historische Entwicklungen als auch der heutige Erkenntnisstand berücksichtigt.

Die Inhalte richten sich an Menschen, die sich fundiert über die Sauerstoff-Mehrschritt-Anwendung informieren möchten. Sie sollen eine eigenständige Auseinandersetzung mit dem Thema unterstützen und zu einem besseren Verständnis der wissenschaftlichen Hintergründe beitragen.


    wissenschaftliche Einordnung

Die Sauerstoff-Mehrschritt-Anwendung (SMT) nach Prof. Manfred von Ardenne ist ein historisch entwickeltes Anwendungskonzept, das Sauerstoffzufuhr, körperliche Aktivierung und weitere begleitende Maßnahmen miteinander verbindet. Sie entstand aus naturwissenschaftlichen und medizinischen Forschungsarbeiten und wurde seit ihrer Entwicklung in unterschiedlichen Bereichen beschrieben und angewendet.

Die wissenschaftliche Bewertung der SMT ist Gegenstand einer fortlaufenden fachlichen Diskussion. Während physiologische Grundlagen wie Sauerstofftransport, Sauerstoffpartialdruck und Zellstoffwechsel gut untersucht sind, wird die Wirksamkeit der gesamten Sauerstoff-Mehrschritt-Anwendung je nach Anwendungsgebiet unterschiedlich bewertet. Die verfügbare Evidenz ist nicht für alle Fragestellungen gleich umfangreich.

Die wissenschaftliche Plausibilität einzelner physiologischer Mechanismen erlaubt jedoch für sich genommen keinen Rückschluss auf die klinische Wirksamkeit oder den patientenrelevanten Nutzen einer komplexen medizinischen Intervention. Aussagen zur Wirksamkeit der Sauerstoff-Mehrschritt-Anwendung erfordern daher eine eigenständige Bewertung anhand klinischer Studien und der verfügbaren Gesamtevidenz.

Diese Seite verfolgt das Ziel, die wissenschaftlichen und historischen Hintergründe der SMT sachlich darzustellen. Sie informiert über die Entwicklung des Konzepts, erläutert relevante physiologische Grundlagen und verweist auf Originalpublikationen sowie weiterführende Fachliteratur. Die Inhalte sollen eine fundierte Orientierung ermöglichen und zu einer eigenständigen Auseinandersetzung mit den verfügbaren wissenschaftlichen Quellen anregen.


    Hinweis auf neutrale Information

Diese Seite verfolgt das Ziel, die Sauerstoff-Mehrschritt-Anwendung (SMT) nach Prof. Manfred von Ardenne sachlich, verständlich und möglichst neutral darzustellen. Die Inhalte basieren auf historischen Quellen, wissenschaftlicher Fachliteratur und Originalpublikationen sowie auf dem aktuellen Stand öffentlich zugänglicher Informationen.

Dabei werden sowohl die historischen Hintergründe als auch der heutige wissenschaftliche Kenntnisstand berücksichtigt. Die Darstellung verfolgt nicht das Ziel, eine bestimmte Auffassung zu vertreten, sondern soll eine fundierte und nachvollziehbare Einordnung der verfügbaren Informationen ermöglichen.

02

Hinweis zur wissenschaftlichen Einordnung

Die Inhalte dieser Seite dienen der historischen und wissenschaftlichen Einordnung der Sauerstoff-Mehrschritt-Anwendung (SMT).

Sie ersetzen keine medizinische Beratung, Diagnostik oder Behandlung und erheben keinen Anspruch auf eine vollständige Darstellung des aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisstands.

Die aufgeführten Quellen ermöglichen eine eigene vertiefende Auseinandersetzung mit dem Thema.

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Prof. Manfred von Ardenne


    Biografie

Prof. Dr. Manfred von Ardenne (1907–1997) war ein deutscher Physiker, Erfinder und Forschungsleiter. Bereits in jungen Jahren beschäftigte er sich mit Elektronik, Hochfrequenztechnik und der Entwicklung neuer Mess- und Anwendungsverfahren. Im Laufe seines Lebens erhielt er zahlreiche Patente und veröffentlichte eine Vielzahl wissenschaftlicher Arbeiten in unterschiedlichen Fachgebieten.

Ab den 1950er-Jahren widmete sich von Ardenne zunehmend medizinisch-naturwissenschaftlichen Fragestellungen. Gemeinsam mit einem interdisziplinären Team aus Physik, Medizin, Biologie und Physiologie erforschte er unter anderem den Sauerstofftransport, die Mikrozirkulation (Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Mikrozirkulation) und den Zellstoffwechsel. Ziel seiner Arbeiten war es, naturwissenschaftliche Erkenntnisse für medizinische Anwendungen nutzbar zu machen.

Aus dieser Forschungsarbeit entwickelte sich die Sauerstoff-Mehrschritt-Anwendung (SMT), die bis heute mit seinem Namen verbunden ist. Von Ardenne veröffentlichte hierzu mehrere Fachbücher und wissenschaftliche Arbeiten und prägte damit die Entwicklung dieses Anwendungskonzepts maßgeblich.

Prof. Manfred von Ardenne zählt zu den bedeutenden deutschen Erfindern und Wissenschaftlern des 20. Jahrhunderts. Seine Arbeiten umfassen weit mehr als die SMT und erstrecken sich über zahlreiche Gebiete der Physik, Technik und Medizin.


    Forschung

Die wissenschaftliche Arbeit von Prof. Dr. Manfred von Ardenne umfasste zahlreiche Gebiete der Physik, Technik und Medizin. Im Laufe seiner jahrzehntelangen Forschung beschäftigte er sich unter anderem mit der Elektronenmikroskopie, der Hochfrequenztechnik, der Medizintechnik sowie verschiedenen Fragestellungen des Zellstoffwechsels und der Sauerstoffversorgung des Körpers.

Ein Schwerpunkt seiner späteren Forschungsarbeiten lag auf der Frage, wie Sauerstoff im Organismus transportiert, im Gewebe verteilt und den Zellen für den Energiestoffwechsel zur Verfügung gestellt wird. Gemeinsam mit einem interdisziplinären Team aus Physik, Medizin, Biologie und Physiologie untersuchte er Zusammenhänge zwischen Sauerstoffversorgung, körperlicher Aktivierung und weiteren begleitenden Maßnahmen.

Aus diesen Forschungsarbeiten entwickelte sich die Sauerstoff-Mehrschritt-Anwendung (SMT), die mehrere aufeinander abgestimmte Bestandteile zu einem strukturierten Anwendungskonzept verbindet. Die wissenschaftlichen Grundlagen und die historische Entwicklung dieses Konzepts werden auf den folgenden Seiten näher erläutert.

Neben der SMT veröffentlichte Prof. von Ardenne zahlreiche Fachbücher, wissenschaftliche Arbeiten und Patente. Sein wissenschaftliches Wirken trug dazu bei, naturwissenschaftliche Erkenntnisse für technische und medizinische Fragestellungen nutzbar zu machen.


    Entwicklung der SMT

Prof. Manfred von Ardenne und sein interdisziplinäres Team aus Physiologen, Ärzten und Biologen entwickelten die Oxygen Multistep Therapy (O2MT) auf Grundlage ihrer Forschungsarbeiten zur Sauerstoffversorgung, Mikrozirkulation, Tumorbiologie und zum Zellstoffwechsel.

Die Entwicklung erfolgte schrittweise über mehrere Jahrzehnte und wurde in verschiedenen wissenschaftlichen Publikationen dokumentiert.

04

Geschichte der Sauerstoff-Mehrschritt-Anwendung (SMT)


    Entstehung

Die Sauerstoff-Mehrschritt-Anwendung (SMT) wurde von Prof. Dr. Manfred von Ardenne im Rahmen seiner medizinisch-naturwissenschaftlichen Forschungsarbeiten entwickelt. Ziel war es, Erkenntnisse über den Sauerstofftransport, die Sauerstoffversorgung des Gewebes und den Zellstoffwechsel in ein strukturiertes Anwendungskonzept zu überführen.

Ausgangspunkt waren Untersuchungen zur Bedeutung von Sauerstoff für die Energiegewinnung der Zellen sowie zu den physiologischen Voraussetzungen einer ausreichenden Sauerstoffversorgung des Organismus. Daraus entstand ein Konzept, das die Sauerstoffzufuhr mit einer begleitenden körperlichen Aktivierung und weiteren aufeinander abgestimmten Maßnahmen kombiniert.

Die Entwicklung der SMT erfolgte schrittweise über mehrere Jahre und wurde von Prof. von Ardenne in wissenschaftlichen Veröffentlichungen und Fachbüchern beschrieben. Im Laufe der Zeit fand das Konzept sowohl in Gesundheits- und Therapiepraxen als auch im Rahmen von Heimanwendungen Verbreitung.

Bis heute bildet die von Prof. von Ardenne entwickelte Sauerstoff-Mehrschritt-Anwendung die Grundlage für verschiedene Ausprägungen des Konzepts. Die historische Entwicklung sowie die wissenschaftliche Bewertung der Methode werden weiterhin diskutiert und fortlaufend anhand neuer Erkenntnisse eingeordnet.


    Entwicklung

Nach ihrer Entwicklung wurde die Sauerstoff-Mehrschritt-Anwendung (SMT) durch Veröffentlichungen von Prof. Dr. Manfred von Ardenne sowie durch die praktische Anwendung in medizinischen und therapeutischen Einrichtungen bekannt. Im Laufe der Zeit fand das Konzept in unterschiedlichen Bereichen der Gesundheitsversorgung Beachtung und wurde sowohl in Gesundheits- und Therapiepraxen als auch im Rahmen von Heimanwendungen eingesetzt.

Mit der zunehmenden Verbreitung entstanden verschiedene Ausprägungen und Weiterentwicklungen des ursprünglichen Konzepts. Dabei blieb der von Prof. von Ardenne beschriebene Grundgedanke erhalten: die Kombination von Sauerstoffzufuhr, körperlicher Aktivierung und weiteren aufeinander abgestimmten Maßnahmen innerhalb eines strukturierten Anwendungsablaufs.

Parallel zur praktischen Anwendung entwickelte sich auch die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der SMT weiter. Originalpublikationen, Fachbücher und weitere wissenschaftliche Arbeiten trugen dazu bei, die physiologischen Grundlagen des Konzepts zu beschreiben und dessen mögliche Anwendungsbereiche zu diskutieren. Gleichzeitig wird die wissenschaftliche Evidenz der SMT bis heute unterschiedlich bewertet und ist weiterhin Gegenstand fachlicher Diskussionen.

Heute zählt die Sauerstoff-Mehrschritt-Anwendung zu den bekanntesten historischen Sauerstoffanwendungskonzepten im deutschsprachigen Raum und wird sowohl aus historischer als auch aus wissenschaftlicher Perspektive weiterhin betrachtet.


    historische Meilensteine

Die Entwicklung der Sauerstoff-Mehrschritt-Anwendung (SMT) erstreckte sich über mehrere Jahre und war das Ergebnis der medizinisch-naturwissenschaftlichen Forschungsarbeiten von Prof. Dr. Manfred von Ardenne und seinem interdisziplinären Team.

Beginn der Forschungsarbeiten
Prof. von Ardenne widmete sich zunehmend Fragestellungen des Sauerstofftransports, der Sauerstoffversorgung des Gewebes und des Zellstoffwechsels. Ziel war es, naturwissenschaftliche Erkenntnisse für medizinische Anwendungen nutzbar zu machen.

Entwicklung der Sauerstoff-Mehrschritt-Anwendung
Aus diesen Forschungsarbeiten entstand ein strukturiertes Anwendungskonzept, das Sauerstoffzufuhr, körperliche Aktivierung und weitere aufeinander abgestimmte Maßnahmen miteinander verbindet.

Veröffentlichung wissenschaftlicher Arbeiten
Prof. von Ardenne veröffentlichte die Grundlagen der SMT in Fachbüchern und wissenschaftlichen Publikationen. Dadurch wurde das Konzept einer breiteren Fachöffentlichkeit zugänglich.

Anwendung in der Praxis
Im Laufe der Zeit wurde die SMT sowohl in Gesundheits- und Therapiepraxen als auch im Rahmen von Heimanwendungen eingesetzt. Parallel dazu entstanden verschiedene Weiterentwicklungen und Varianten des ursprünglichen Konzepts.

Heutige Einordnung
Heute wird die Sauerstoff-Mehrschritt-Anwendung sowohl unter historischen als auch unter wissenschaftlichen Gesichtspunkten betrachtet. Während ihre physiologischen Grundlagen weiterhin Gegenstand der Forschung sind, wird die Evidenz der gesamten Methode je nach Anwendungsgebiet unterschiedlich bewertet.

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Physiologische Grundlagen

Sauerstofftransport

Der Sauerstofftransport ist eine zentrale Voraussetzung für die Energieversorgung des menschlichen Körpers. Mit jedem Atemzug gelangt Sauerstoff über die Lungenbläschen (Alveolen) in den Blutkreislauf. Dort wird er überwiegend an den roten Blutfarbstoff Hämoglobin in den Erythrozyten gebunden und über das Herz-Kreislauf-System zu den Organen und Geweben transportiert.

In den Lungen herrscht ein hoher Sauerstoffpartialdruck, wodurch Hämoglobin Sauerstoff effizient aufnimmt. In den Geweben ist der Sauerstoffpartialdruck niedriger. Dadurch wird Sauerstoff vom Hämoglobin freigesetzt und kann in die Zellen diffundieren, wo er für die Bildung von Adenosintriphosphat (ATP) (Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Adenosintriphosphat) – dem wichtigsten Energieträger des Körpers – benötigt wird.

Die Effizienz des Sauerstofftransports hängt von mehreren Faktoren ab. Hierzu zählen insbesondere die Lungenfunktion, die Hämoglobinkonzentration, die Herz-Kreislauf-Leistung, die Durchblutung der Mikrozirkulation sowie die Fähigkeit der Zellen, den bereitgestellten Sauerstoff zu verwerten. Auch Faktoren wie Körpertemperatur, Blut-pH-Wert und Kohlendioxidkonzentration beeinflussen die Bindung und Freisetzung von Sauerstoff am Hämoglobin.

Störungen des Sauerstofftransports können dazu führen, dass Gewebe und Organe trotz ausreichender Sauerstoffaufnahme über die Lunge nicht optimal versorgt werden. Deshalb betrachten Medizin und Physiologie nicht nur die Sauerstoffaufnahme, sondern den gesamten Weg des Sauerstoffs – von der Einatmung über den Transport im Blut bis zur Nutzung in den Mitochondrien der Körperzellen.


    Zellstoffwechsel

Der Zellstoffwechsel (Metabolismus) umfasst alle biochemischen Prozesse, die in den Körperzellen ablaufen und für Wachstum, Erhalt sowie Funktion des Organismus erforderlich sind. Dabei werden Nährstoffe wie Kohlenhydrate, Fette und Eiweiße aufgenommen, umgewandelt und zur Energiegewinnung oder zum Aufbau körpereigener Strukturen genutzt.

Ein zentraler Bestandteil des Zellstoffwechsels ist die Energieproduktion in den Mitochondrien, den sogenannten „Kraftwerken der Zelle“. Dort wird Sauerstoff benötigt, um im Rahmen der aeroben Zellatmung Adenosintriphosphat (ATP) zu bilden. ATP dient als universeller Energieträger und versorgt nahezu alle energieabhängigen Prozesse des Körpers, darunter Muskelarbeit, Nervenleitung, Stoffwechselvorgänge und die Zellregeneration.

Der überwiegende Teil des zellulären ATP entsteht durch die oxidative Phosphorylierung, bei der Sauerstoff als letzter Elektronenakzeptor der Atmungskette fungiert.

Eine ausreichende Versorgung der Zellen mit Sauerstoff und Nährstoffen sowie eine funktionierende Mikrozirkulation sind wichtige Voraussetzungen für einen normalen Zellstoffwechsel. Ebenso entscheidend ist die Fähigkeit der Mitochondrien, den bereitgestellten Sauerstoff effizient zur Energiegewinnung zu nutzen. Veränderungen in diesen Prozessen können die zelluläre Energieversorgung beeinflussen und stehen im Fokus zahlreicher Forschungsarbeiten in Physiologie, Biochemie und Medizin.

Der Zellstoffwechsel ist ein dynamischer Prozess, der von vielen Faktoren beeinflusst wird. Dazu gehören unter anderem Alter, körperliche Aktivität, Ernährungszustand, hormonelle Regulation, Durchblutung sowie verschiedene Erkrankungen. Die Erforschung dieser Zusammenhänge trägt dazu bei, die physiologischen Grundlagen der Energieversorgung des menschlichen Körpers besser zu verstehen.

körperliche Aktivierung

Körperliche Aktivität beeinflusst zahlreiche physiologische Prozesse, die für die Versorgung des Organismus mit Sauerstoff von Bedeutung sind. Bereits leichte bis moderate Bewegung führt zu einer Erhöhung der Herzfrequenz und des Herzzeitvolumens, wodurch die Durchblutung der Muskulatur und anderer Gewebe zunimmt. Gleichzeitig steigt die Atemfrequenz, sodass mehr Sauerstoff aufgenommen und über den Blutkreislauf transportiert werden kann.

Während körperlicher Belastung erhöht sich der Energiebedarf der Muskelzellen. Um diesen Bedarf zu decken, werden Sauerstoff und Nährstoffe verstärkt zu den arbeitenden Geweben transportiert. Dort dienen sie der Bildung von Adenosintriphosphat (ATP), dem wichtigsten Energieträger der Zellen. Die Anpassung von Herz, Lunge, Gefäßen und Muskulatur an den gesteigerten Sauerstoffbedarf ist ein grundlegender Bestandteil der menschlichen Physiologie.

Regelmäßige körperliche Aktivität kann langfristig zu verschiedenen Anpassungsprozessen führen. Hierzu zählen unter anderem eine Verbesserung der Herz-Kreislauf-Leistungsfähigkeit, eine effizientere Sauerstoffaufnahme und -verwertung, Veränderungen der Mikrozirkulation sowie eine erhöhte Leistungsfähigkeit der Muskulatur. Umfang und Ausmaß dieser Anpassungen hängen von Faktoren wie Trainingsart, Trainingsintensität, Alter und individuellem Gesundheitszustand ab.

Im Zusammenhang mit der Sauerstoff-Mehrschritt-Anwendung (SMT) stellt die körperliche Aktivierung einen Bestandteil des ursprünglichen Anwendungskonzepts nach Prof. Dr. Manfred von Ardenne dar. Sie soll den natürlichen physiologischen Anstieg des Sauerstoffbedarfs während leichter Bewegung berücksichtigen. Die wissenschaftliche Bewertung des Nutzens dieser Kombination erfolgt auf Grundlage der jeweils verfügbaren Studien und kann je nach Anwendungsgebiet unterschiedlich ausfallen.


    begleitende Maßnahmen

Im ursprünglichen Konzept der Sauerstoff-Mehrschritt-Anwendung (SMT) nach Prof. Dr. Manfred von Ardenne wurden neben der Sauerstoffzufuhr und der körperlichen Aktivierung weitere begleitende Maßnahmen beschrieben. Diese sollten die einzelnen Bestandteile der Anwendung in einem strukturierten Gesamtkonzept miteinander verbinden.

Zu den begleitenden Maßnahmen gehörten unter anderem eine angemessene Flüssigkeitszufuhr, eine ausgewogene Ernährung sowie die Versorgung mit bestimmten Vitaminen und Mikronährstoffen, sofern hierfür ein individueller Bedarf bestand. Darüber hinaus wurden allgemeine gesundheitsfördernde Lebensstilfaktoren wie regelmäßige Bewegung, ausreichender Schlaf und der Verzicht auf vermeidbare Risikofaktoren als wichtige Voraussetzungen für die normale Funktion des Organismus betrachtet.

Die Bedeutung einzelner begleitender Maßnahmen kann je nach Gesundheitszustand, Ernährungsstatus und medizinischer Fragestellung unterschiedlich sein. Nicht alle Bestandteile des ursprünglichen Konzepts sind gleichermaßen wissenschaftlich untersucht oder für jede Person gleichermaßen relevant. Daher sollte ihre Anwendung stets individuell und gegebenenfalls in Abstimmung mit medizinischem Fachpersonal erfolgen.

Aus heutiger wissenschaftlicher Sicht gelten eine ausgewogene Ernährung, regelmäßige körperliche Aktivität, ausreichende Flüssigkeitszufuhr sowie die Behandlung nachgewiesener Mangelzustände unabhängig von der SMT als grundlegende Bestandteile eines gesundheitsfördernden Lebensstils. Die spezifische Bedeutung begleitender Maßnahmen innerhalb der Sauerstoff-Mehrschritt-Anwendung wird weiterhin wissenschaftlich diskutiert und kann je nach Anwendungsgebiet unterschiedlich bewertet werden.

Die beschriebenen physiologischen Mechanismen stellen allgemeine Grundlagen der Humanphysiologie dar.

Die pathophysiologische Plausibilität biologischer Mechanismen allein erlaubt keinen Rückschluss auf die klinische Wirksamkeit einer medizinischen Intervention.

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Sauerstofftransport und Sauerstoffpartialdruck


    Sauerstoffsättigung

Die Sauerstoffsättigung beschreibt den prozentualen Anteil des Hämoglobins im Blut, der mit Sauerstoff beladen ist. Sie ist ein wichtiger physiologischer Parameter zur Beurteilung der Sauerstoffversorgung des Organismus und wird in der Regel nichtinvasiv mittels Pulsoxymetrie oder im Rahmen einer Blutgasanalyse bestimmt.

Bei gesunden Erwachsenen liegt die Sauerstoffsättigung des arteriellen Blutes unter normalen Bedingungen meist zwischen 95 und 100 %. Werte unterhalb dieses Bereichs können auf eine eingeschränkte Sauerstoffaufnahme in der Lunge, Störungen des Gasaustauschs oder andere Erkrankungen des Herz-Kreislauf- oder Atmungssystems hinweisen. Die Beurteilung erfolgt jedoch stets im Zusammenhang mit der individuellen gesundheitlichen Situation und weiteren medizinischen Befunden.

Die Sauerstoffsättigung gibt Auskunft darüber, wie viel Sauerstoff an das Hämoglobin gebunden ist. Sie erlaubt jedoch keine direkte Aussage darüber, wie gut das Gewebe tatsächlich mit Sauerstoff versorgt wird. Für eine ausreichende Sauerstoffversorgung der Körperzellen sind zusätzlich eine normale Herz-Kreislauf-Funktion, eine funktionierende Mikrozirkulation, eine ausreichende Hämoglobinkonzentration sowie die Fähigkeit der Zellen, den bereitgestellten Sauerstoff zur Energiegewinnung zu nutzen, erforderlich.

Aus diesem Grund unterscheiden Medizin und Physiologie zwischen der Sauerstoffaufnahme in der Lunge, dem Transport des Sauerstoffs im Blut und der Nutzung des Sauerstoffs in den Zellen. Die Sauerstoffsättigung bildet dabei einen wichtigen, jedoch nicht den einzigen Parameter zur Beurteilung der Sauerstoffversorgung des Körpers.

Im Zusammenhang mit der Sauerstoff-Mehrschritt-Anwendung (SMT) ist die Sauerstoffsättigung ein physiologischer Messwert, der den Sauerstofftransport im Blut beschreibt. Aussagen über die Wirksamkeit der SMT lassen sich aus der Sauerstoffsättigung allein jedoch nicht ableiten, da hierfür weitere physiologische und klinische Faktoren berücksichtigt werden müssen.


    Sauerstoffpartialdruck

Der Sauerstoffpartialdruck (pO₂) (Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Partialdruck) beschreibt den Anteil des Sauerstoffs am Gesamtdruck eines Gasgemisches oder einer Flüssigkeit. In der Medizin ist er ein wichtiger Parameter zur Beurteilung der Sauerstoffversorgung des Körpers und gibt Auskunft darüber, mit welchem Druck Sauerstoff im Blut oder in den Geweben gelöst vorliegt. Er wird üblicherweise im Rahmen einer arteriellen Blutgasanalyse bestimmt und in Millimeter Quecksilbersäule (mmHg) oder Kilopascal (kPa) angegeben.

Der Sauerstofftransport erfolgt überwiegend über das Hämoglobin der roten Blutkörperchen. Nur ein kleiner Teil des Sauerstoffs ist frei im Blutplasma gelöst. Dieser gelöste Sauerstoff bestimmt den Sauerstoffpartialdruck und bildet die treibende Kraft für die Diffusion des Sauerstoffs aus den Lungenbläschen in das Blut sowie vom Blut in die Körpergewebe.

Zwischen den Alveolen der Lunge, dem arteriellen Blut und den Körperzellen besteht unter physiologischen Bedingungen ein Konzentrations- beziehungsweise Partialdruckgefälle. Sauerstoff diffundiert dabei stets von Bereichen mit höherem Sauerstoffpartialdruck zu Bereichen mit niedrigerem Sauerstoffpartialdruck. Dieser natürliche Diffusionsprozess ermöglicht die kontinuierliche Versorgung der Gewebe mit Sauerstoff.

Der Sauerstoffpartialdruck nimmt auf dem Weg von der Einatemluft über die Lunge, das arterielle Blut und die Gewebe bis in die Mitochondrien kontinuierlich ab. Dieses Druckgefälle ist eine wesentliche Voraussetzung für den Transport des Sauerstoffs bis in die Zellen, wo er für die aerobe Energiegewinnung benötigt wird.

Der Sauerstoffpartialdruck ist von der Sauerstoffsättigung zu unterscheiden. Während die Sauerstoffsättigung angibt, welcher Anteil des Hämoglobins mit Sauerstoff beladen ist, beschreibt der Sauerstoffpartialdruck den frei gelösten Sauerstoff im Blut. Beide Parameter ergänzen sich und liefern gemeinsam wichtige Informationen über die Sauerstoffversorgung des Organismus.

Im Zusammenhang mit der Sauerstoff-Mehrschritt-Anwendung (SMT) bildet der Sauerstoffpartialdruck eine der physiologischen Grundlagen, auf denen die Überlegungen zum Sauerstofftransport und zur Sauerstoffversorgung der Gewebe beruhen. Aussagen über die Wirksamkeit der SMT lassen sich aus dem Sauerstoffpartialdruck allein jedoch nicht ableiten; hierfür ist stets die Gesamtheit der wissenschaftlichen Evidenz zu berücksichtigen.

Unterschiede zwischen Sauerstoffsättigung und Sauerstoffpartialdruck

Die Begriffe Sauerstoffsättigung (SpO₂ bzw. SaO₂) und Sauerstoffpartialdruck (pO₂) werden häufig gemeinsam verwendet, beschreiben jedoch unterschiedliche Aspekte der Sauerstoffversorgung des Körpers.

Die Sauerstoffsättigung gibt an, welcher prozentuale Anteil des Hämoglobins in den roten Blutkörperchen mit Sauerstoff beladen ist. Sie beschreibt somit die Bindungskapazität des Blutes für Sauerstoff und wird meist als Prozentwert angegeben.

Der Sauerstoffpartialdruck beschreibt dagegen den Druck des frei im Blutplasma gelösten Sauerstoffs. Er ist die treibende Kraft für die Diffusion des Sauerstoffs aus den Lungenbläschen in das Blut und anschließend vom Blut in die Körpergewebe. Der Sauerstoffpartialdruck wird üblicherweise im Rahmen einer Blutgasanalyse gemessen und in mmHg oder kPa angegeben.

Obwohl beide Werte eng miteinander zusammenhängen, sind sie nicht identisch. Bereits geringe Veränderungen des Sauerstoffpartialdrucks können – abhängig vom jeweiligen Bereich der Sauerstoffbindungskurve des Hämoglobins – unterschiedlich starke Auswirkungen auf die Sauerstoffsättigung haben. Umgekehrt kann bei einer nahezu unveränderten Sauerstoffsättigung der Sauerstoffpartialdruck bereits deutlich abgesunken sein.

Für die Beurteilung der Sauerstoffversorgung des Organismus werden daher beide Parameter gemeinsam betrachtet. Ergänzend spielen weitere Faktoren wie die Hämoglobinkonzentration, das Herzzeitvolumen, die Mikrozirkulation sowie die Fähigkeit der Zellen, den bereitgestellten Sauerstoff zur Energiegewinnung zu nutzen, eine entscheidende Rolle.

Merkmal: Sauerstoffsättigung (SaO₂/SpO₂). Sauerstoffpartialdruck (pO₂)

Beschreibt: Anteil des mit Sauerstoff beladenen Druck des frei gelösten Sauerstoffs

Hämoglobins

Einheit: Prozent (%) mmHg oder kPa

Messung: Pulsoxymetrie oder Blutgasanalyse Blutgasanalyse

Aussage: Beladung des Hämoglobins Diffusionskraft des Sauerstoffs

Bedeutung: Transportkapazität des Blutes Voraussetzung für den Übertritt des Sauerstoffs in die

Gewebe

Beide Messgrößen ergänzen sich und liefern gemeinsam wichtige Informationen über die Sauerstoffaufnahme, den Sauerstofftransport und die Sauerstoffversorgung des menschlichen Körpers.

Messverfahren der Sauerstoffversorgung

Zur Beurteilung der Sauerstoffversorgung des Körpers stehen verschiedene medizinische Messverfahren zur Verfügung. Sie unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Aussagekraft und erfassen unterschiedliche Aspekte der Sauerstoffaufnahme, des Sauerstofftransports und der Sauerstoffversorgung der Gewebe.

Pulsoxymetrie (SpO₂)
Die Pulsoxymetrie ist ein nichtinvasives Verfahren zur Bestimmung der arteriellen Sauerstoffsättigung. Ein Sensor, der meist am Finger oder Ohrläppchen angebracht wird, nutzt Licht unterschiedlicher Wellenlängen, um den Anteil des mit Sauerstoff beladenen Hämoglobins zu berechnen. Die Methode eignet sich besonders zur kontinuierlichen Überwachung der Sauerstoffsättigung, liefert jedoch keine direkten Informationen über den Sauerstoffpartialdruck oder die Gewebeversorgung.

Blutgasanalyse (BGA)
Die Blutgasanalyse gilt als Referenzverfahren zur Beurteilung der Atemfunktion und des Säure-Basen-Haushalts. Hierbei werden unter anderem der Sauerstoffpartialdruck (pO₂), der Kohlendioxidpartialdruck (pCO₂), die Sauerstoffsättigung (SaO₂), der pH-Wert sowie weitere Laborparameter bestimmt. Die BGA ermöglicht eine differenzierte Beurteilung des Gasaustauschs in der Lunge und der Sauerstoffversorgung des Blutes.

Transkutane Sauerstoffpartialdruckmessung (tcpO₂)

Die transkutane Sauerstoffpartialdruckmessung (tcpO₂) ist ein nichtinvasives Verfahren zur Beurteilung der Sauerstoffversorgung des Gewebes. Dabei wird eine beheizte Elektrode auf die Haut aufgebracht. Durch die Erwärmung erweitern sich die oberflächlichen Blutgefäße, sodass Sauerstoff aus den Kapillaren durch die Haut diffundieren kann. Die Elektrode misst anschließend den Sauerstoffpartialdruck (tcpO₂) unmittelbar an der Hautoberfläche.

Im Gegensatz zur Pulsoxymetrie, die die Sauerstoffsättigung des Hämoglobins bestimmt, liefert die tcpO₂-Messung Informationen über die lokale Sauerstoffversorgung und Durchblutung des Gewebes. Sie ermöglicht damit eine Beurteilung der Gewebeoxygenierung und ergänzt andere Verfahren wie die Blutgasanalyse.

Die transkutane Sauerstoffpartialdruckmessung wird unter anderem in der Gefäßmedizin, Diabetologie, Wundmedizin sowie bei der Beurteilung chronischer Durchblutungsstörungen eingesetzt. Sie kann Hinweise auf die lokale Mikrozirkulation und die Fähigkeit eines Gewebes geben, ausreichend mit Sauerstoff versorgt zu werden.

Da der gemessene Wert von verschiedenen Faktoren wie Hauttemperatur, Durchblutung, Hautdicke und Messort beeinflusst wird, erfolgt die Interpretation stets im Zusammenhang mit dem klinischen Befund und weiteren diagnostischen Untersuchungen.

Hämoglobinbestimmung
Da der überwiegende Teil des Sauerstoffs an Hämoglobin gebunden transportiert wird, ist dessen Konzentration ein wichtiger Faktor für die Sauerstofftransportkapazität des Blutes. Eine verminderte Hämoglobinkonzentration, beispielsweise bei einer Anämie, kann die Sauerstoffversorgung der Gewebe beeinträchtigen, obwohl Sauerstoffsättigung und Sauerstoffpartialdruck im Normbereich liegen.

Kapnometrie und Kapnographie
Diese Verfahren messen die Kohlendioxidkonzentration in der Ausatemluft. Sie dienen vor allem der Überwachung der Atmung und ergänzen die Beurteilung des Gasaustauschs, ersetzen jedoch keine Messung der Sauerstoffversorgung.

Leistungsdiagnostik
Im Rahmen einer Spiroergometrie oder anderer leistungsphysiologischer Untersuchungen können Atemfunktion, Sauerstoffaufnahme (VO₂), Kohlendioxidabgabe sowie die Leistungsfähigkeit des Herz-Kreislauf-Systems unter Belastung beurteilt werden. Diese Verfahren liefern wertvolle Informationen über die Anpassung des Organismus an körperliche Aktivität.

Weitere spezialisierte Verfahren
Für wissenschaftliche Fragestellungen oder spezielle klinische Anwendungen stehen zusätzliche Messmethoden zur Verfügung. Hierzu gehören unter anderem die transkutane Sauerstoffpartialdruckmessung (tcpO₂), die Nahinfrarotspektroskopie (NIRS) zur Beurteilung der Gewebeoxygenierung sowie bildgebende Verfahren zur Untersuchung der Durchblutung und Mikrozirkulation.

Die Auswahl des geeigneten Messverfahrens richtet sich nach der jeweiligen medizinischen Fragestellung. Häufig werden mehrere Untersuchungsmethoden kombiniert, um ein möglichst umfassendes Bild der Sauerstoffaufnahme, des Sauerstofftransports und der Sauerstoffversorgung des Organismus zu erhalten.

07

Originalpublikationen von Prof. von Ardenne

Die wissenschaftlichen Grundlagen der Sauerstoff-Mehrschritt-Anwendung (SMT) wurden von Prof. Dr. Manfred von Ardenne in zahlreichen Originalpublikationen und Büchern beschrieben. Diese Originalveröffentlichungen dokumentieren die Entstehung des Konzepts, erläutern die zugrunde liegenden physiologischen Überlegungen und geben Einblick in den damaligen Stand der wissenschaftlichen Forschung.

Ihr wissenschaftshistorischer Stellenwert ist von ihrer Einordnung innerhalb der heutigen Evidenzhierarchie zu unterscheiden.

Originalquellen besitzen einen besonderen wissenschaftshistorischen Stellenwert da sie die ursprünglichen Arbeiten des Autors wiedergeben und eine unmittelbare Auseinandersetzung mit den historischen Quellen ermöglichen. Sie bilden die Grundlage für das Verständnis der Entwicklung der SMT und ihrer wissenschaftlichen Einordnung.

Die nachfolgend aufgeführten Veröffentlichungen stellen eine Auswahl bedeutender Originalwerke von Prof. von Ardenne dar. Sie dienen der historischen Dokumentation und ermöglichen interessierten Leserinnen und Lesern eine vertiefende Beschäftigung mit den ursprünglichen wissenschaftlichen Arbeiten.

Begriffserläuterung

Im vorliegenden Dokument bezeichnet der Begriff „Originalquelle“ wissenschaftliche oder historische Dokumente, die unmittelbar von Prof. Dr. Manfred von Ardenne oder seinem Forschungsinstitut stammen. Hierzu zählen insbesondere Monographien, wissenschaftliche Fachartikel, Patente, Forschungsberichte sowie archivierte Originaldokumente.

Der wissenschaftshistorische Quellenwert dieser Dokumente ist von ihrer Einordnung innerhalb der Evidenzhierarchie der evidenzbasierten Medizin zu unterscheiden. Die Bezeichnung als Originalquelle stellt daher keine Aussage über den methodischen Evidenzgrad oder die klinische Aussagekraft der jeweiligen Veröffentlichung dar.


    1. Wo hilft Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie? – Prof. Dr. Manfred von Ardenne. Urban & Fischer Verlag. ISBN 3-437-21716-X.
    2.
Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie. Physiologische und technische Grundlagen. Manfred von Ardenne. Thieme Verlag, Stuttgart. ISBN 3-13-562301-7. 
    3.
Oxygen Multistep Therapy: Physiological and Technical Foundations. Manfred von Ardenne. Thieme Medical Publishers, New York, 1990. ISBN 0-86577-377-7. 
    4.
Gesundheit durch Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie. Manfred von Ardenne. Nymphenburger Verlag, München. ISBN 978-3-485-00505-0. 

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Grenzen der Erkenntnisse


   8.1 aktuelle Evidenz

Die wissenschaftliche Evidenz zur Sauerstoff-Mehrschritt-Anwendung (SMT) wird je nach Anwendungsgebiet unterschiedlich bewertet. Während die physiologischen Grundlagen – beispielsweise der Sauerstofftransport, der Sauerstoffpartialdruck, die Mikrozirkulation und der Zellstoffwechsel – Gegenstand umfangreicher wissenschaftlicher Forschung sind, ist die Studienlage zur Wirksamkeit der gesamten SMT nicht für alle Fragestellungen gleichermaßen aussagekräftig.

Zu einzelnen Anwendungsbereichen wurden wissenschaftliche Untersuchungen und klinische Studien veröffentlicht. Deren Aussagekraft unterscheidet sich jedoch hinsichtlich Studiendesign, Teilnehmerzahl, Methodik und Endpunkten. Deshalb lassen sich die Ergebnisse nicht ohne Weiteres auf alle Anwendungsgebiete oder Personengruppen übertragen.

Die Bewertung der SMT kann sich mit neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen weiterentwickeln. Aus diesem Grund ist es wichtig, sowohl historische Originalpublikationen als auch aktuelle wissenschaftliche Literatur zu berücksichtigen und die verfügbaren Daten kritisch einzuordnen.

Diese Informationsseite verfolgt das Ziel, die wissenschaftlichen Grundlagen, die historische Entwicklung und den aktuellen Erkenntnisstand nachvollziehbar darzustellen. Sie ersetzt keine individuelle medizinische Beratung oder Bewertung im Einzelfall.


    8.2 offene Fragen

Wie viele andere medizinische Verfahren ist auch die Sauerstoff-Mehrschritt-Anwendung (SMT) Gegenstand fortlaufender wissenschaftlicher Untersuchungen. Trotz zahlreicher Veröffentlichungen bestehen weiterhin offene Fragen, die durch zukünftige Forschung weiter geklärt werden können.

Zu den diskutierten Fragestellungen gehören unter anderem:

  • Welche Personengruppen könnten am ehesten von der SMT profitieren?
  • Welche Bedeutung haben einzelne Bestandteile der Anwendung im Vergleich zum Gesamtkonzept?
  • Welche Anwendungsdauer und -häufigkeit sind für unterschiedliche Fragestellungen sinnvoll?
  • Welche kurz- und langfristigen Effekte lassen sich in methodisch hochwertigen Studien nachweisen?
  • Welche Rolle spielen individuelle Faktoren wie Alter, Vorerkrankungen oder körperliche Leistungsfähigkeit?
  • Wie unterscheiden sich die Ergebnisse der SMT im Vergleich zu anderen unterstützenden Maßnahmen?

Die Beantwortung dieser Fragen erfordert weitere hochwertige wissenschaftliche Studien mit geeigneten Kontrollgruppen, ausreichender Teilnehmerzahl und standardisierten Endpunkten. Solche Untersuchungen können dazu beitragen, den Stellenwert der Sauerstoff-Mehrschritt-Anwendung in verschiedenen Anwendungsbereichen noch genauer zu beurteilen.

Wissenschaft entwickelt sich kontinuierlich weiter. Neue Erkenntnisse können bestehende Annahmen bestätigen, differenzieren oder korrigieren. Daher sollte die Bewertung der SMT stets auf Grundlage des aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstands erfolgen.


    8.3 wissenschaftliche Einordnung

Die Sauerstoff-Mehrschritt-Anwendung (SMT) wurde von Prof. Dr. Manfred von Ardenne auf Grundlage physiologischer Überlegungen zur Sauerstoffversorgung des Körpers entwickelt. Ziel des Konzepts war es, die Aufnahme, den Transport und die Nutzung von Sauerstoff im Organismus durch mehrere aufeinander abgestimmte Maßnahmen zu unterstützen.

Aus wissenschaftlicher Sicht ist zwischen den physiologischen Grundlagen der SMT und der klinischen Evidenz der gesamten Anwendung zu unterscheiden. Die Mechanismen des Sauerstofftransports, der Sauerstoffversorgung des Gewebes, der Mikrozirkulation und des Zellstoffwechsels sind Gegenstand umfangreicher naturwissenschaftlicher und medizinischer Forschung. Die wissenschaftliche Bewertung der SMT als vollständiges Anwendungskonzept fällt hingegen – abhängig vom jeweiligen Anwendungsgebiet und der verfügbaren Studienlage – differenziert aus.

Die vorhandenen wissenschaftlichen Veröffentlichungen umfassen historische Originalarbeiten von Prof. von Ardenne, experimentelle Untersuchungen sowie klinische Studien unterschiedlicher Qualität. Daher sollten Aussagen zur SMT stets im Kontext der jeweiligen Fragestellung, des Studiendesigns und des aktuellen Forschungsstands betrachtet werden.

Dieses Kapitel ordnet die Sauerstoff-Mehrschritt-Anwendung sachlich, transparent und wissenschaftlich ein. Es informiert über historische Hintergründe, physiologische Grundlagen und den aktuellen Erkenntnisstand, ohne eine therapeutische Empfehlung auszusprechen oder eine individuelle medizinische Beratung zu ersetzen.

Nach den Grundsätzen der evidenzbasierten Medizin kommt systematischen Übersichtsarbeiten, randomisierten kontrollierten Studien, Metaanalysen sowie evidenzbasierten Leitlinien bei der Bewertung medizinischer Verfahren ein besonderer Stellenwert zu.

8.4 Einordnung der Methodenbewertung des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA)

Hintergrund

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat die Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie (SMT) im Jahr 2001 im Rahmen eines gesetzlich vorgeschriebenen Methodenbewertungsverfahrens geprüft. Ziel dieses Verfahrens war die Beurteilung, ob die zum Zeitpunkt der Bewertung vorliegenden wissenschaftlichen Nachweise nach den damals geltenden gesetzlichen Anforderungen ausreichten, um die Methode in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung aufzunehmen.

Bewertung der vorgelegten Studien

Aus dem veröffentlichten Beschluss ergibt sich, dass der G-BA die vorgelegten Studien vor allem hinsichtlich ihrer methodischen Qualität und wissenschaftlichen Aussagekraft bewertete. Maßgeblich waren unter anderem Kriterien wie Randomisierung, Kontrollgruppen, Verblindung, Stichprobengröße und statistische Aussagekraft.

Der Beschluss kommt zu dem Ergebnis, dass die damals verfügbaren Studien keinen ausreichenden Nachweis eines patientenrelevanten Nutzens im Sinne der für das Methodenbewertungsverfahren geltenden gesetzlichen Anforderungen.

Was der Beschluss aussagt

Der Beschluss stellt auf Grundlage der damals vorgelegten Evidenz fest,

  • dass die zum Zeitpunkt des Bewertungsverfahrens vorgelegte Evidenz nach den damals geltenden Bewertungsmaßstäben nicht als ausreichend angesehen wurde,
  • dass die Voraussetzungen für eine Aufnahme in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung nicht erfüllt waren,
  • und dass die Methode deshalb nicht Bestandteil der Regelversorgung der gesetzlichen Krankenkassen wurde.

Was der Beschluss nicht aussagt

Der Beschluss trifft keine allgemeingültige Aussage darüber,

  • dass sämtliche physiologischen Grundlagen der SMT widerlegt wären;
  • dass jede wissenschaftliche Veröffentlichung zur SMT inhaltlich falsch sei;
  • dass zukünftige methodisch hochwertige Studien grundsätzlich keinen Nutzen nachweisen könnten;
  • ob die SMT auf Grundlage zukünftiger Evidenz anders bewertet werden könnte;
  • oder über wissenschaftliche Arbeiten, die nach Abschluss des Bewertungsverfahrens veröffentlicht wurden.

Er bewertet ausschließlich die im damaligen Verfahren vorgelegte Evidenz nach den Anforderungen des gesetzlichen Methodenbewertungsverfahrens und trifft keine darüber hinausgehende Aussage zu später veröffentlichten wissenschaftlichen Arbeiten.

Wissenschaftliche Einordnung

Wie bei vielen komplexen medizinischen Verfahren ist zwischen biologischer Plausibilität, physiologischen Mechanismen und klinisch nachgewiesenem patientenrelevantem Nutzen zu unterscheiden.

Die wissenschaftliche Bewertung der Sauerstoff-Mehrschritt-Anwendung kann sich mit neuen methodisch hochwertigen Studien weiterentwickeln. Aussagen zur Wirksamkeit sollten deshalb stets auf Grundlage der jeweils aktuellen Gesamtevidenz und unter Berücksichtigung der methodischen Qualität der verfügbaren Studien erfolgen.

Hinweis

Die Methodenbewertung des Gemeinsamen Bundesausschusses betrifft ausschließlich die Entscheidung über die Aufnahme der Methode in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung auf Grundlage der im Bewertungsverfahren vorgelegten Evidenz. Sie ersetzt weder die individuelle ärztliche Nutzen-Risiko-Abwägung im Einzelfall noch die fortlaufende wissenschaftliche Bewertung neuer Studien.

Quellenangabe

Quelle: Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA): Methodenbewertung der Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie, Beschluss vom 06.02.2001 (BAnz. Nr. 91).


https://www.g-ba.de/bewertungsverfahren/methodenbewertung/280/

Abruf am: 30.07.2026

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Weiterführende wissenschaftliche Literatur

Neben den Originalpublikationen von Prof. Manfred von Ardenne existiert eine Vielzahl weiterer wissenschaftlicher Veröffentlichungen, die sich mit den physiologischen Grundlagen der Sauerstoffversorgung, dem Zellstoffwechsel, der Mikrozirkulation sowie möglichen Anwendungsgebieten der Sauerstoff-Mehrschritt-Anwendung (SMT) befassen.

Die weiterführende Literatur umfasst unter anderem Fachbücher, wissenschaftliche Übersichtsarbeiten, experimentelle Studien und klinische Untersuchungen aus den Bereichen Physiologie, Biochemie, Kardiologie, Pneumologie, Angiologie, Neurologie, Sportmedizin und weiteren medizinischen Fachgebieten. Sie trägt dazu bei, die biologischen Mechanismen des Sauerstofftransports und der Sauerstoffverwertung sowie den aktuellen Stand der wissenschaftlichen Diskussion besser zu verstehen.

Da sich der wissenschaftliche Erkenntnisstand kontinuierlich weiterentwickelt, sollten historische Originalarbeiten stets im Zusammenhang mit aktueller Forschung betrachtet werden. Neue Studien können bestehende Erkenntnisse bestätigen, ergänzen oder differenzieren und tragen zu einer fortlaufenden wissenschaftlichen Einordnung bei.

Die nachfolgend aufgeführten Literaturquellen dienen der vertiefenden Auseinandersetzung mit den physiologischen Grundlagen der Sauerstoffversorgung sowie den historischen und wissenschaftlichen Aspekten der Sauerstoff-Mehrschritt-Anwendung. Die Aufnahme einer Veröffentlichung in diese Literaturliste stellt keine Bewertung oder Empfehlung ihres Inhalts dar, sondern dient ausschließlich der wissenschaftlichen Dokumentation und weiterführenden Information.

Allgemein Medizin

Die Allgemeinmedizin ist häufig die erste Anlaufstelle für Menschen mit gesundheitlichen Beschwerden und begleitet Patientinnen und Patienten in allen Lebensphasen. Sie umfasst die Prävention, Früherkennung, Diagnostik, Behandlung und Nachsorge akuter sowie chronischer Erkrankungen und berücksichtigt dabei körperliche, psychische und soziale Aspekte gleichermaßen.

Viele Erkrankungen, die in der hausärztlichen Versorgung behandelt werden, betreffen Organsysteme, deren Funktion von einer ausreichenden Durchblutung, einer kontinuierlichen Sauerstoffversorgung und einem intakten Zellstoffwechsel abhängt. Veränderungen dieser physiologischen Prozesse können bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Stoffwechselerkrankungen, chronischen Lungenerkrankungen, Gefäßerkrankungen oder altersbedingten Veränderungen eine Rolle spielen. Die zugrunde liegenden Krankheitsmechanismen sind jedoch in der Regel multifaktoriell.

Im Zusammenhang mit der Sauerstoff-Mehrschritt-Anwendung (SMT) wurden wissenschaftliche Untersuchungen und Anwendungsbeobachtungen zu verschiedenen allgemeinmedizinischen Fragestellungen veröffentlicht. Dabei standen unter anderem Aspekte der körperlichen Belastbarkeit, der Sauerstoffversorgung und des Energiestoffwechsels im Mittelpunkt. Die Aussagekraft der verfügbaren Studien ist jedoch unterschiedlich und erlaubt derzeit keine allgemeingültigen Aussagen über einen therapeutischen Nutzen der SMT in der allgemeinmedizinischen Versorgung.

Aus heutiger wissenschaftlicher Sicht sollte die Bewertung der SMT stets indikationsbezogen und auf Grundlage der verfügbaren wissenschaftlichen Evidenz erfolgen. Sie ersetzt weder die hausärztliche Diagnostik noch etablierte, leitliniengerechte Präventions-, Diagnose- oder Behandlungsverfahren.

Die Erforschung der Zusammenhänge zwischen Sauerstofftransport, Mikrozirkulation, Gewebeoxygenierung und mitochondrialem Energiestoffwechsel bleibt ein wichtiges Forschungsgebiet der modernen Medizin. Die Allgemeinmedizin nimmt hierbei eine zentrale Rolle ein, da sie Patientinnen und Patienten langfristig begleitet und verschiedene medizinische Fachgebiete miteinander verbindet.


    HNO (Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde)

Die Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde (HNO) befasst sich mit Erkrankungen und Funktionsstörungen der Ohren, der Nase, der Nasennebenhöhlen, des Rachens, des Kehlkopfes sowie angrenzender Strukturen. Diese Organe übernehmen wichtige Aufgaben bei der Atmung, dem Hören, dem Gleichgewicht, der Sprachbildung sowie beim Riechen und Schmecken.

Eine ausreichende Sauerstoffversorgung und eine funktionierende Durchblutung sind grundlegende Voraussetzungen für die normale Funktion dieser Gewebe. Insbesondere die Schleimhäute der oberen Atemwege benötigen eine kontinuierliche Versorgung mit Sauerstoff und Nährstoffen, um ihre Schutz- und Reinigungsfunktion aufrechtzuerhalten.

Im Zusammenhang mit der Sauerstoff-Mehrschritt-Anwendung (SMT) wurden in der Vergangenheit vereinzelt Anwendungsbeobachtungen und wissenschaftliche Untersuchungen zu HNO-bezogenen Fragestellungen veröffentlicht. Die verfügbare Studienlage ist jedoch insgesamt begrenzt und lässt keine allgemeingültigen Aussagen über einen therapeutischen Nutzen bei bestimmten HNO-Erkrankungen zu.

Aus heutiger wissenschaftlicher Sicht sollte die Bewertung der SMT in der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde auf Grundlage der jeweiligen Indikation und der verfügbaren Evidenz erfolgen. Die Anwendung ersetzt weder die leitliniengerechte Diagnostik noch die etablierte Behandlung durch eine Fachärztin oder einen Facharzt für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde.

Für interessierte Leserinnen und Leser bietet die wissenschaftliche Literatur einen Einblick in die historische Entwicklung der SMT sowie in die physiologischen Überlegungen, die ihrer Konzeption zugrunde liegen. Gleichzeitig unterstreicht der aktuelle Forschungsstand die Bedeutung weiterer methodisch hochwertiger Studien, um mögliche Anwendungsbereiche und Grenzen besser beurteilen zu können.


    Ophthalmologie (Auge)

Das menschliche Auge ist ein hochspezialisiertes Sinnesorgan mit einem besonders hohen Energie- und Sauerstoffbedarf. Vor allem die Netzhaut (Retina) zählt zu den stoffwechselaktivsten Geweben des Körpers. Ihre Nervenzellen und Photorezeptoren benötigen eine kontinuierliche Versorgung mit Sauerstoff und Nährstoffen, um Lichtreize in elektrische Signale umzuwandeln und an das Gehirn weiterzuleiten.

Die Sauerstoffversorgung des Auges erfolgt über zwei unterschiedliche Gefäßsysteme. Die Aderhaut (Choroidea)versorgt vor allem die äußeren Netzhautschichten und die Photorezeptoren, während die Zentralarterie der Netzhaut (Arteria centralis retinae) die inneren Netzhautschichten mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Eine intakte Mikrozirkulation ist dabei entscheidend für die normale Funktion des Sehorgans.

Verschiedene Augenerkrankungen stehen mit Veränderungen der Durchblutung, der Mikrozirkulation oder des Zellstoffwechsels in Zusammenhang. Hierzu zählen unter anderem die altersbedingte Makuladegeneration (AMD), das Glaukom, die diabetische Retinopathie sowie Gefäßverschlüsse der Netzhaut. Die Entstehung dieser Erkrankungen ist jedoch komplex und beruht auf dem Zusammenwirken genetischer, vaskulärer, metabolischer und entzündlicher Faktoren.

Im Zusammenhang mit der Sauerstoff-Mehrschritt-Anwendung (SMT) wurden wissenschaftliche Untersuchungen zu verschiedenen augenheilkundlichen Fragestellungen veröffentlicht. Die verfügbare Evidenz ist jedoch je nach Krankheitsbild unterschiedlich ausgeprägt und reicht derzeit nicht aus, um allgemeingültige Aussagen über einen therapeutischen Nutzen der SMT bei Augenerkrankungen abzuleiten.

Aus heutiger wissenschaftlicher Sicht sollte die Bewertung der SMT in der Augenheilkunde stets indikationsbezogen und auf Grundlage der verfügbaren wissenschaftlichen Evidenz erfolgen. Sie ersetzt weder die augenärztliche Diagnostik noch etablierte, leitliniengerechte Behandlungsverfahren. Gleichzeitig bleibt die Erforschung der Zusammenhänge zwischen Sauerstoffversorgung, Mikrozirkulation und Zellstoffwechsel des Auges ein bedeutendes Forschungsgebiet der modernen Ophthalmologie.

Kardiologie (Herz)

Die Kardiologie befasst sich mit dem Aufbau, der Funktion sowie den Erkrankungen des Herzens und des Herz-Kreislauf-Systems. Eine kontinuierliche Versorgung des Herzmuskels mit Sauerstoff ist Voraussetzung für die normale Pumpfunktion des Herzens. Bereits kurze Unterbrechungen der Sauerstoffzufuhr können die Leistungsfähigkeit des Herzmuskels beeinträchtigen.

Der Herzmuskel (Myokard) besitzt einen besonders hohen Energiebedarf. Seine Energie wird überwiegend durch die aerobe Zellatmung in den Mitochondrien bereitgestellt. Hierfür sind eine ausreichende Sauerstoffversorgung, eine intakte Durchblutung der Herzkranzgefäße (Koronararterien) sowie ein funktionierender Zellstoffwechsel erforderlich.

Erkrankungen wie die koronare Herzkrankheit (KHK), Herzinsuffizienz oder der Herzinfarkt können die Sauerstoffversorgung des Herzmuskels beeinträchtigen. Die moderne Kardiologie nutzt verschiedene diagnostische Verfahren, darunter Elektrokardiographie (EKG), Echokardiographie, Herzkatheteruntersuchungen, bildgebende Verfahren sowie Laboruntersuchungen, um Herzfunktion und Durchblutung zu beurteilen.

Im Zusammenhang mit der Sauerstoff-Mehrschritt-Anwendung (SMT) wurden in der Vergangenheit wissenschaftliche Untersuchungen zu kardiologischen Fragestellungen veröffentlicht. Dabei standen unter anderem die körperliche Leistungsfähigkeit, die Sauerstoffversorgung, die Belastbarkeit sowie physiologische Parameter des Herz-Kreislauf-Systems im Mittelpunkt. Die Aussagekraft der verfügbaren Studien ist jedoch unterschiedlich und erlaubt derzeit keine allgemeingültigen Aussagen über einen therapeutischen Nutzen der SMT bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Aus heutiger wissenschaftlicher Sicht sollte die Bewertung der SMT in der Kardiologie indikationsbezogen und auf Grundlage der verfügbaren wissenschaftlichen Evidenz erfolgen. Sie ersetzt weder die leitliniengerechte Diagnostik noch etablierte Therapieformen der modernen Herzmedizin. Gleichzeitig bleibt die Erforschung von Sauerstofftransport, Mikrozirkulation und mitochondrialem Energiestoffwechsel ein bedeutendes Forschungsgebiet der kardiovaskulären Medizin.

Gynäkologie (Frauenheilkunde)

Die Gynäkologie befasst sich mit der Gesundheit der weiblichen Geschlechtsorgane sowie mit hormonellen, reproduktionsmedizinischen und altersbedingten Veränderungen des weiblichen Organismus. Für die normale Funktion der Organe und Gewebe sind eine ausreichende Durchblutung, eine kontinuierliche Sauerstoffversorgung und ein funktionierender Zellstoffwechsel von grundlegender Bedeutung.

Viele physiologische Prozesse in der Gynäkologie werden durch das Zusammenspiel von Hormonen, Mikrozirkulation und Energieversorgung der Zellen beeinflusst. Hierzu zählen unter anderem der Menstruationszyklus, die Fruchtbarkeit, die Schwangerschaft sowie Regenerations- und Heilungsprozesse. Veränderungen der Durchblutung oder der Sauerstoffversorgung können bei verschiedenen gynäkologischen Erkrankungen eine Rolle spielen, stellen jedoch in der Regel nur einen von mehreren beteiligten Faktoren dar.

Im Zusammenhang mit der Sauerstoff-Mehrschritt-Anwendung (SMT) wurden vereinzelt wissenschaftliche Untersuchungen und Anwendungsbeobachtungen zu gynäkologischen Fragestellungen veröffentlicht. Die verfügbare Evidenz ist jedoch begrenzt und unterscheidet sich hinsichtlich Studiendesign, Qualität und Aussagekraft. Daher können derzeit keine allgemeingültigen Aussagen über einen therapeutischen Nutzen der SMT bei gynäkologischen Erkrankungen getroffen werden.

Aus heutiger wissenschaftlicher Sicht sollte die Bewertung der SMT in der Gynäkologie stets indikationsbezogen und auf Grundlage der verfügbaren wissenschaftlichen Evidenz erfolgen. Die Anwendung ersetzt weder die gynäkologische Diagnostik noch etablierte, leitliniengerechte Behandlungsverfahren.

Die Zusammenhänge zwischen Sauerstoffversorgung, Mikrozirkulation, Zellstoffwechsel und hormoneller Regulation bleiben Gegenstand aktueller wissenschaftlicher Forschung und tragen zum Verständnis physiologischer sowie krankheitsbedingter Prozesse in der Frauenheilkunde bei.

Urologie

Die Urologie befasst sich mit Erkrankungen der Harnorgane sowie des männlichen Genitaltrakts. Zu ihrem Fachgebiet gehören die Nieren, Harnleiter, Harnblase und Harnröhre sowie beim Mann die Prostata, Hoden und ableitenden Samenwege. Für die normale Funktion dieser Organe sind eine ausreichende Durchblutung, eine kontinuierliche Sauerstoffversorgung und ein intakter Zellstoffwechsel von wesentlicher Bedeutung.

Die Nieren gehören zu den am stärksten durchbluteten Organen des Körpers und spielen eine zentrale Rolle bei der Regulation des Wasser-, Elektrolyt- und Säure-Basen-Haushalts sowie der Blutdruckregulation. Auch die Harnblase und die Prostata sind auf eine ausreichende Versorgung mit Sauerstoff und Nährstoffen angewiesen, um ihre physiologischen Funktionen aufrechterhalten zu können.

Verschiedene urologische Erkrankungen können mit Veränderungen der Mikrozirkulation, der Gewebeoxygenierung oder des Zellstoffwechsels einhergehen. Hierzu zählen unter anderem chronische Nierenerkrankungen, Durchblutungsstörungen, benigne Prostatahyperplasie (BPH), chronische Prostatitis sowie bestimmte Formen der erektilen Dysfunktion. Die Entstehung dieser Erkrankungen ist jedoch multifaktoriell und umfasst neben vaskulären auch hormonelle, metabolische, entzündliche und altersbedingte Einflüsse.

Im Zusammenhang mit der Sauerstoff-Mehrschritt-Anwendung (SMT) wurden vereinzelt wissenschaftliche Untersuchungen und Anwendungsbeobachtungen zu urologischen Fragestellungen veröffentlicht. Die verfügbare Evidenz ist jedoch begrenzt und hinsichtlich Qualität, Methodik und Aussagekraft unterschiedlich. Daher können derzeit keine allgemeingültigen Aussagen über einen therapeutischen Nutzen der SMT bei urologischen Erkrankungen getroffen werden.

Aus heutiger wissenschaftlicher Sicht sollte die Bewertung der SMT in der Urologie stets indikationsbezogen und auf Grundlage der verfügbaren wissenschaftlichen Evidenz erfolgen. Sie ersetzt weder die urologische Diagnostik noch etablierte, leitliniengerechte Behandlungsverfahren. Gleichzeitig bleibt die Erforschung der Zusammenhänge zwischen Mikrozirkulation, Sauerstoffversorgung und Zellstoffwechsel ein wichtiges Forschungsgebiet der modernen Urologie.

Innere Medizin (Internistische Erkrankungen)

Die Innere Medizin befasst sich mit der Vorbeugung, Diagnostik, Behandlung und Nachsorge von Erkrankungen der inneren Organe. Hierzu zählen unter anderem Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, der Lunge, des Verdauungstrakts, der Nieren, des Stoffwechsels sowie des Hormonsystems. Viele dieser Organsysteme sind auf eine ausreichende Sauerstoffversorgung, eine funktionierende Mikrozirkulation und einen intakten Zellstoffwechsel angewiesen.

Sauerstoff spielt eine zentrale Rolle bei der Energiegewinnung in den Mitochondrien und ist damit Voraussetzung für zahlreiche physiologische Prozesse. Veränderungen der Durchblutung, der Sauerstoffversorgung oder des Zellstoffwechsels können bei verschiedenen internistischen Erkrankungen auftreten, beispielsweise bei Herzinsuffizienz, chronischen Lungenerkrankungen, Diabetes mellitus, Nierenerkrankungen oder Gefäßerkrankungen. Die Ursachen und Krankheitsmechanismen sind dabei meist komplex und multifaktoriell.

Im Zusammenhang mit der Sauerstoff-Mehrschritt-Anwendung (SMT) wurden wissenschaftliche Untersuchungen und Anwendungsbeobachtungen zu verschiedenen internistischen Fragestellungen veröffentlicht. Diese betreffen unter anderem Aspekte der körperlichen Belastbarkeit, der Sauerstoffversorgung und des allgemeinen Stoffwechsels. Die Aussagekraft der verfügbaren Studien ist jedoch je nach Erkrankung und Anwendungsgebiet unterschiedlich und erlaubt derzeit keine allgemeingültigen Aussagen über einen therapeutischen Nutzen der SMT.

Aus heutiger wissenschaftlicher Sicht sollte die Bewertung der SMT in der Inneren Medizin stets indikationsbezogen und auf Grundlage der verfügbaren wissenschaftlichen Evidenz erfolgen. Sie ersetzt weder die internistische Diagnostik noch etablierte, leitliniengerechte Behandlungsverfahren. Gleichzeitig bleibt die Erforschung von Sauerstofftransport, Gewebeoxygenierung, Mikrozirkulation und mitochondrialem Energiestoffwechsel ein bedeutendes Forschungsfeld der modernen Inneren Medizin.

Geriatrie

Die Geriatrie befasst sich mit der Prävention, Diagnostik, Behandlung und Rehabilitation älterer Menschen. Im höheren Lebensalter verändern sich zahlreiche physiologische Prozesse, darunter die Herz-Kreislauf-Funktion, die Lungenfunktion, die Mikrozirkulation, der Zellstoffwechsel sowie die körperliche Leistungsfähigkeit. Diese Veränderungen können die Sauerstoffversorgung und die Energiebereitstellung der Gewebe beeinflussen.

Mit zunehmendem Alter nimmt die funktionelle Reserve vieler Organsysteme ab. Gleichzeitig steigt die Häufigkeit chronischer Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes mellitus, chronischer Lungenerkrankungen oder Gefäßerkrankungen. Diese Faktoren können die körperliche Belastbarkeit, Mobilität und Selbstständigkeit älterer Menschen beeinträchtigen und erfordern häufig ein ganzheitliches geriatrisches Behandlungskonzept.

Im Zusammenhang mit der Sauerstoff-Mehrschritt-Anwendung (SMT) wurden wissenschaftliche Untersuchungen und Anwendungsbeobachtungen zu geriatrischen Fragestellungen veröffentlicht. Dabei standen unter anderem körperliche Leistungsfähigkeit, Belastbarkeit, Mobilität sowie physiologische Parameter der Sauerstoffversorgung im Mittelpunkt. Die Aussagekraft der verfügbaren Studien ist jedoch unterschiedlich und erlaubt derzeit keine allgemeingültigen Aussagen über einen therapeutischen Nutzen der SMT in der Geriatrie.

Aus heutiger wissenschaftlicher Sicht sollte die Bewertung der SMT bei älteren Menschen stets individuell und auf Grundlage der jeweiligen Grunderkrankungen sowie der verfügbaren wissenschaftlichen Evidenz erfolgen. Sie ersetzt weder das umfassende geriatrische Assessment noch etablierte, leitliniengerechte diagnostische und therapeutische Maßnahmen.

Die Erforschung altersbedingter Veränderungen der Sauerstoffversorgung, der Mikrozirkulation, der mitochondrialen Energiegewinnung und des Zellstoffwechsels ist ein bedeutendes Forschungsgebiet der modernen Altersmedizin. Ziel ist es, die physiologischen Prozesse des Alterns besser zu verstehen und evidenzbasierte Maßnahmen zur Erhaltung von Funktion, Mobilität und Lebensqualität zu entwickeln.

Neurologie

Die Neurologie befasst sich mit Erkrankungen des zentralen und peripheren Nervensystems. Hierzu gehören das Gehirn, das Rückenmark sowie die peripheren Nerven. Für ihre normale Funktion sind eine kontinuierliche Sauerstoffversorgung, eine ausreichende Durchblutung und ein intakter Zellstoffwechsel von entscheidender Bedeutung.

Das Gehirn zählt zu den stoffwechselaktivsten Organen des menschlichen Körpers. Obwohl es nur etwa zwei Prozent des Körpergewichts ausmacht, verbraucht es in Ruhe rund 20 Prozent des gesamten Sauerstoffs (Quelle: https://link.springer.com/chapter/10.1007/978-3-662-49809-5_2) und einen erheblichen Anteil der verfügbaren Glukose.

Nervenzellen besitzen nur geringe Energiereserven und sind daher auf eine kontinuierliche Versorgung mit Sauerstoff und Nährstoffen angewiesen.

Die Energiegewinnung erfolgt überwiegend in den Mitochondrien durch die aerobe Zellatmung. Bereits kurzzeitige Störungen der Sauerstoffversorgung können die Funktion von Nervenzellen beeinträchtigen. Bei länger anhaltendem Sauerstoffmangel besteht das Risiko bleibender Nervenzellschäden. Aus diesem Grund spielen Durchblutung, Mikrozirkulation und Sauerstofftransport eine zentrale Rolle für die Funktion des Nervensystems.

Verschiedene neurologische Erkrankungen gehen mit Veränderungen der Durchblutung, des Zellstoffwechsels oder der Sauerstoffversorgung einher. Hierzu zählen unter anderem Schlaganfall, vaskuläre Demenz, Morbus Parkinson, Multiple Sklerose, Polyneuropathien sowie neurodegenerative Erkrankungen. Die Entstehung dieser Erkrankungen ist jedoch komplex und umfasst neben vaskulären auch genetische, immunologische, entzündliche und metabolische Faktoren.

Im Zusammenhang mit der Sauerstoff-Mehrschritt-Anwendung (SMT) wurden wissenschaftliche Untersuchungen und Anwendungsbeobachtungen zu neurologischen Fragestellungen veröffentlicht. Die verfügbare Evidenz ist jedoch je nach Erkrankung unterschiedlich und erlaubt derzeit keine allgemeingültigen Aussagen über einen therapeutischen Nutzen der SMT bei neurologischen Erkrankungen.

Aus heutiger wissenschaftlicher Sicht sollte die Bewertung der SMT in der Neurologie stets indikationsbezogen und auf Grundlage der verfügbaren wissenschaftlichen Evidenz erfolgen. Sie ersetzt weder die neurologische Diagnostik noch etablierte, leitliniengerechte Behandlungsverfahren. Gleichzeitig bleiben die Zusammenhänge zwischen Sauerstoffversorgung, Mikrozirkulation, mitochondrialem Energiestoffwechsel und Nervenzellfunktion ein bedeutendes Forschungsgebiet der modernen Neurowissenschaften.

Suchstrategien wissenschaftlicher Literatur

Für eine möglichst ausgewogene wissenschaftliche Einordnung sollten systematische Literaturrecherchen in anerkannten Datenbanken wie PubMed, MEDLINE oder der Cochrane Library erfolgen. Ergänzend können medizinische Leitlinien wissenschaftlicher Fachgesellschaften sowie Bewertungen unabhängiger Institutionen berücksichtigt werden.

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Historisch beschriebene Anwendungsbereiche der Sauerstoff-Mehrschritt-Anwendung (SMT) in der wissenschaftlichen Literatur

Wissenschaftliche Einordnung

Die Sauerstoff-Mehrschritt-Anwendung (SMT) wurde von Prof. Manfred von Ardenne als physiologisch begründetes Konzept entwickelt. Ausgangspunkt war die Annahme, dass eine zeitlich begrenzte Erhöhung des arteriellen Sauerstoffpartialdrucks in Verbindung mit körperlicher Aktivierung sowie weiteren Bestandteilen des ursprünglichen Behandlungsschemas die Gewebeoxygenierung und den zellulären Energiestoffwechsel beeinflussen könnte. Auf dieser theoretischen Grundlage beschrieb von Ardenne mögliche Anwendungsbereiche bei unterschiedlichen Krankheitsbildern.

In den folgenden Jahrzehnten wurden diese Anwendungsbereiche in historischen Primärquellen, wissenschaftlichen Monographien, Fachpublikationen sowie später auch in praxisorientierter Anwenderliteratur aufgegriffen, erweitert und teilweise unterschiedlich interpretiert. Die verfügbaren Quellen unterscheiden sich deutlich hinsichtlich Zielsetzung, wissenschaftlicher Methodik und Aussagekraft. Sie umfassen theoretische und pathophysiologische Konzepte, Anwendungsbeobachtungen, Fallserien sowie klinische Untersuchungen unterschiedlicher methodischer Qualität.

Die nachfolgende Übersicht dient ausschließlich der historischen, wissenschaftlichen und quellenkritischen Dokumentation der in der Literatur beschriebenen Anwendungsbereiche. Sie stellt weder eine aktuelle medizinische Indikationsliste noch eine evidenzbasierte Therapieempfehlung dar. Die historische Beschreibung eines Anwendungsbereichs ist nicht mit einer medizinischen Indikation im Sinne der evidenzbasierten Medizin gleichzusetzen. Aus der Erwähnung einzelner Krankheitsbilder kann weder auf einen nachgewiesenen patientenrelevanten Nutzen noch auf eine medizinische Notwendigkeit oder eine leitliniengestützte Anwendung der Sauerstoff-Mehrschritt-Anwendung geschlossen werden.

Nach den heute anerkannten Grundsätzen der evidenzbasierten Medizin ist die wissenschaftliche Evidenz für die historisch beschriebenen Anwendungsbereiche unterschiedlich ausgeprägt. Für zahlreiche Anwendungsbereiche liegt nach heutigem Kenntnisstand keine ausreichende Evidenz aus methodisch hochwertigen, randomisierten, kontrollierten und unabhängig reproduzierten klinischen Studien vor. Aussagen zur klinischen Wirksamkeit oder zum patientenrelevanten Nutzen sind deshalb nur eingeschränkt möglich.

Die Bewertung der Sauerstoff-Mehrschritt-Anwendung durch den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) erfolgte im Rahmen einer Methodenbewertung nach den jeweils geltenden rechtlichen Grundlagen und nicht indikationsbezogen für einzelne Krankheitsbilder. Die Methodenbewertung ist daher nicht als Bewertung der einzelnen historisch beschriebenen Anwendungsbereiche zu verstehen.

Die historische Nennung eines Krankheitsbildes erlaubt keine Aussage darüber, ob dieses heute Bestandteil medizinischer Leitlinien, evidenzbasierter Therapieempfehlungen oder etablierter Versorgungskonzepte ist. Die Bewertung einzelner Krankheitsbilder erfolgt unabhängig davon auf Grundlage der jeweils verfügbaren wissenschaftlichen Evidenz sowie aktueller Leitlinien und Empfehlungen medizinischer Fachgesellschaften.

Die Aufnahme eines Krankheitsbildes in diese Übersicht bedeutet ausschließlich, dass dieses in historischen oder wissenschaftlichen Quellen im Zusammenhang mit der Sauerstoff-Mehrschritt-Anwendung beschrieben wurde. Daraus lässt sich weder eine heutige medizinische Indikation noch ein nachgewiesener therapeutischer Nutzen ableiten.

Historisch beschriebene Anwendungsbereiche

Kardiovaskuläre Erkrankungen

  • Periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK)
  • Koronare Herzkrankheit
  • Zustand nach Herzinfarkt im Rahmen der Rehabilitation
  • Arterielle Hypertonie
  • Mikrozirkulations- und Durchblutungsstörungen

Neurologische Erkrankungen

  • Zustand nach Schlaganfall im Rahmen der Rehabilitation
  • Zerebrale Durchblutungsstörungen
  • Altersassoziierte kognitive Leistungsminderung
  • Tinnitus vaskulärer Genese
  • Hörsturz vaskulärer Genese
  • Schwindel vaskulärer Genese

Stoffwechsel- und altersmedizinische Anwendungsbereiche

  • Diabetes mellitus
  • Diabetische Angiopathie
  • Diabetisches Fußsyndrom
  • Verminderte körperliche Belastbarkeit im höheren Lebensalter

Ophthalmologische Erkrankungen

  • Altersbedingte Makuladegeneration (AMD)
  • Durchblutungsstörungen der Netzhaut
  • Vaskulär bedingte Erkrankungen des Sehnervs

Urologische Erkrankungen

  • Erektile Dysfunktion vaskulärer Genese

Allgemeine Anwendungsbereiche

  • Chronische Erschöpfungszustände
  • Verminderte körperliche Belastbarkeit
  • Wundheilungsstörungen

Sportmedizin

  • Historisch beschriebene Anwendungen im Zusammenhang mit Training und körperlicher Regeneration

Onkologie

In der onkologischen Literatur wurde darüber hinaus die Systemische Krebs-Mehrschritt-Therapie (sKMT)beschrieben. Dieses Verfahren entwickelte sich konzeptionell aus den Arbeiten von Prof. Manfred von Ardenne, stellt jedoch ein eigenständiges Konzept dar und ist sowohl wissenschaftlich als auch regulatorisch von der klassischen Sauerstoff-Mehrschritt-Anwendung (SMT) abzugrenzen. Die wissenschaftliche und regulatorische Bewertung der sKMT erfolgte unabhängig von der Bewertung der SMT.

Einordnung der Quellen

Die historisch beschriebenen Anwendungsbereiche beruhen auf historischen Originalquellen und weiteren Quellen unterschiedlicher wissenschaftlicher Aussagekraft.

Quellenebene

Wissenschaftliche Einordnung

Historische Originalquellen (Primärquellen)

Originalveröffentlichungen von Prof. Manfred von Ardenne, in denen die theoretischen Grundlagen, das physiologische Konzept und frühe klinische Erfahrungen zur Sauerstoff-Mehrschritt-Anwendung beschrieben werden.

Historische Monographien

Wissenschaftliche Bücher und zusammenfassende Darstellungen mit historischem und konzeptionellem Schwerpunkt.

Primäre klinische Forschung

Klinische Untersuchungen unterschiedlicher methodischer Qualität zur Bewertung einzelner Anwendungsbereiche.

Sekundärliteratur

Wissenschaftliche Übersichtsarbeiten, Fachpublikationen und historische Analysen zur Einordnung der Entwicklung und des Forschungsstandes.

Anwender- und Praxisliteratur

Praxisberichte, Fallserien und anwendungsorientierte Veröffentlichungen mit überwiegend beschreibendem Charakter.

Institutionelle Bewertungen

Bewertungen medizinischer Methoden durch unabhängige Institutionen und Fachgremien, insbesondere den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA).

Die wissenschaftliche Aussagekraft der einzelnen Quellenebenen unterscheidet sich erheblich. Historische Originalpublikationen besitzen einen hohen wissenschaftshistorischen Wert, entsprechen jedoch nicht zwangsläufig den heutigen Anforderungen an klinische Evidenz nach den Grundsätzen der evidenzbasierten Medizin.

Begriffserläuterung: 

Der Begriff Historische Primärquellen bezeichnet im vorliegenden Zusammenhang die ursprünglichen Veröffentlichungen des Entwicklers der Methode im wissenschaftshistorischen Sinn. Diese Einordnung ist von der Evidenzhierarchie der evidenzbasierten Medizin zu unterscheiden und stellt keine Aussage über den methodischen Evidenzgrad der jeweiligen Publikationen dar.

Die Bewertung sämtlicher Quellen erfolgt unabhängig von ihrem historischen Stellenwert nach den heute anerkannten Grundsätzen der evidenzbasierten Medizin, der wissenschaftlichen Methodenbewertung und der Quellenkritik.

Zusammenfassende wissenschaftliche Bewertung

Die historisch beschriebenen Anwendungsbereiche der Sauerstoff-Mehrschritt-Anwendung dokumentieren den jeweiligen Wissens- und Forschungsstand zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung. Sie beschreiben die Entwicklung eines physiologisch begründeten Konzepts und der in der Literatur diskutierten Einsatzmöglichkeiten, stellen jedoch für sich genommen keinen Nachweis eines patientenrelevanten Nutzens dar.

Aus heutiger wissenschaftlicher Sicht sind die historische Entwicklung des Verfahrens, die zugrunde liegenden pathophysiologischen Hypothesen, die verfügbare klinische Evidenz sowie die regulatorischen Bewertungen getrennt zu betrachten. Historisch beschriebene Anwendungsbereiche sind daher nicht mit heutigen medizinischen Indikationen oder evidenzbasierten Therapieempfehlungen gleichzusetzen.

Ziel dieses Kapitels ist die transparente, quellenkritische und wissenschaftlich nachvollziehbare Darstellung der historischen Entwicklung sowie der in der Literatur beschriebenen Anwendungsbereiche der Sauerstoff-Mehrschritt-Anwendung. Es dient ausschließlich der wissenschaftshistorischen Dokumentation und fachlichen Einordnung und nicht der Ableitung therapeutischer Empfehlungen.

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Literaturverzeichnis

Lehrbücher


Wo hilft Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie?
Manfred v. Ardenne, Urban & Fischer Verlag
ISBN 3-437-21716-X – Katalogeintrag DNB

Physiologische und technische Grundlagen der Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie
Manfred v. Ardenne, Thieme, Stuttgart 1978
ISBN 3-13-562301-7 – Katalogeintrag DNB

Gesund und Fit bis ins hohe Alter
Hermann Keppler, Möwe-Verlag Idstein
ISBN 3925127151 – Katalogeintrag DNB

Heilen mit Sauerstoff
Dr. med. Michele Markus, Ratgeber Ehrenwirth
ISBN 3431035507 – Katalogeintrag DNB

Sauerstofftherapien
Paul Mohr, Jopp Verlag Wiesbaden
ISBN 3896981056 – Katalogeintrag DNB

Kombinierte Tumortherapie
Heinrich Wyrba, Hippokrates Verlag
ISBN 3777310530 – Katalogeintrag DNB

Immunologische Behandlungsmethoden
Claudius Rauscher, HAUG-Verlag Heidelberg
ISBN 3776015810 – Katalogeintrag DNB

Institutionelle Bewertungen

TEST - Sind Sie reif für Sauerstoff ?

Hier sind 25 Fragen für Sie:


Wenn Sie einige davon mit JA beantworten, sollten Sie einmal am Sauerstoff "schnuppern".

1. Fühlen Sie sich im Alltag häufig müde und energielos?
2. Stehen Sie im Beruf oft unter enormem Druck oder sind von ständiger Hektik umgeben?
3. Vielleicht empfinden Sie Ihre Aufgaben eher als zu leicht und langweilig?
4. Reagieren Sie schnell gereizt, selbst bei banalen Anlässen?
5. Bereitet Ihnen das Treppensteigen bereits nach kurzen Strecken Atemnot?
6. Leiden Sie regelmäßig unter Traurigkeit und fehlendem Antrieb?
7. Neigen Sie dazu, sich mehrmals im Jahr zu erkälten?
8. Verspüren Sie manchmal Unruhe oder Druck im Brustbereich ohne erkennbaren Grund?
9. Rauchen Sie?
10. Sind kalte Hände oder Füße ein ständiges Problem für Sie?
11. Vergessen Sie häufig Namen?
12. Kommt es vor, dass Sie plötzlich vergessen, was Sie dringend erledigen wollten?
13. Fällt es Ihnen schwer, beim Essen oder Trinken Maß zu halten?
14. Ist Fastfood die Hauptkomponente Ihrer Ernährung?
15. Tritt bei längeren Spaziergängen oder Wanderungen Krampfartiges in Ihren Unterschenkeln auf?
16. Haben Sie mit Schwindelgefühlen oder Ohrensausen zu kämpfen?
17. Hat sich Ihr Hörvermögen im letzten Jahr verschlechtert?
18. Verspüren Sie eine Abnahme Ihrer Sehkraft in letzter Zeit?
19. Leiden Sie unter Schlafstörungen?
20. Verbringen Sie zu wenig Zeit im Freien? Weniger als zweimal pro Woche mindestens 30 Minuten?
21. Leiden Sie regelmäßig unter Migräne oder Kopfschmerzen?
22. Haben Sie Probleme mit zu hohem oder zu niedrigem Blutdruck?
23. Plagen Sie Gelenkbeschwerden?
24. Leiden Sie unter einer Allergie?
25. Haben Sie eine bevorstehende oder bereits erfolgte Operation?

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